Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Onlinerecht

LG Trier: Falsche Preisangabe auf Webseite nicht zwingend Wettbewerbsverstoß

Eine falsche Preisangabe auf einer Webseite ist nicht immer und ausnahmslos ein abmahnfähiger Wettbewerbsverstoß. Bei Vorliegen bestimmter Umstände kann es sich auch um eine wettbewerbsrechtliche Bagatelle handeln <link http: www.online-und-recht.de urteile verstoss-gegen-grundpreisangabe-nicht-zwingend-abmahnbares-wettbewerbswidriges-verhalten-10-hk-o-3-11-landgericht-trier-20110616.html _blank external-link-new-window>(LG Trier, Urt. v. 16.06.2011 - Az.: 10 HK 0 3/11).

Der Beklagte verkaufte im Internet ein "Party-Gag-Absperrband" in der Länge von 6 Metern und bot dieses für einen Preis "ab 3,95 EUR" an. Der Kläger rügte dies als Verstoß gegen die Grundpreisangabenpflicht nach der Preisangabenverordnung (PAngVO).

Das LG Trier bejahte zwar einen Verstoß gegen die PAngVO. Die Verletzung sei jedoch nicht erheblich.

Es handle sich bei dem Produkt "Party-Absperrband" lediglich um einen Scherzartikel. Den Kunden interessiere beim Kauf derartiger "Party-Absperrbänder" lediglich, ob der "Party-Gag" funktioniere und nicht, welchen Preis der laufende Meter habe. Insofern sei das Interesse an hinreichender Preistransparenz hier erfüllt. 

Rechts-News durch­suchen

27. Mai 2026
Wer eine Erbpachtwohnung online verkauft, muss Restlaufzeit und Erbbauzins klar im Inserat angeben.
ganzen Text lesen
26. Mai 2026
"Made in Germany" darf nicht auf der Umverpackung eines Desinfektionsmittels stehen, die Angabe der Unternehmenswebseite ist jedoch erlaubt.
ganzen Text lesen
26. Mai 2026
In einem Online-Shop ist eine Countdown-Uhr beim Online-Rabatt ohne spätere Preisänderung nicht zwingend irreführend.
ganzen Text lesen
21. Mai 2026
Wer in einer Google-Anzeige Preise nennt, muss einen Mindestbestellwert direkt angeben, sonst handelt er wettbewerbswidrig.
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen