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Fraunhofer-Studie: Social-Networking-Portale gefährden Datenschutz der User

Eine neue Studie des Fraunhofer Institut für Sichere Informationstechnologie (Download PDF) belegt, welche datenschutzrechtlichen Probleme Social-Networking-Portale im Umgang mit den Userdaten offenbaren.

Die Forscher haben Xing, Facebook, MySpace, LinkedIn, StudiVZ, wer-kennt-wen und Lokalisten überprüft. Die Untersuchung zeigt, dass keine dieser sechs Plattformen vollständig überzeugen kann:

"Hinsichtlich des Privatsphärenschutzes konnte keiner der getesteten Dienste überzeugen. Viele Plattformen sind nur in einigen wenigen Punkten gut oder zeigen nur teilweise gute Ansätze.

Die meisten guten Bewertungen erhielt facebook. Insbesondere die Zugriffskontrolle, welche ein wichtiges Mittel für den Privatsphärenschutz ist, verfügt bei facebook über umfangreiche Funktionen und Konfigurationsmöglichkeiten. Bei facebook kann der Nutzer deshalb viele Daten gegenüber anderen Plattformmitgliedern schützen, insbesondere auch privatsphärenrelevante. Dennoch ist facebook, wie die anderen Plattformen auch, mit zahlreichen Mängeln behaftet.

Das Mittelfeld bei den privaten Plattformen bilden myspace, studiVZ und werkenntwen, die unterschiedliche Schwächen bei verschiedenen Testkriterien zeigen. So bieten beispielsweise myspace und studiVZ gegenüber wer-kennt-wen die besseren Konfigurationsmöglichkeiten für die Zugriffskontrolle.

Allerdings wirkt bei beiden Plattformen eben genau diese Zugriffskontrolle nicht vollständig auf die Suchfunktion. Dadurch wird der erreichte Schutz teilweise konterkariert, da ein Angreifer private Daten dennoch unberechtigt auslesen kann. Dieses Problem weist wer-kennt-wen nicht auf, wenngleich diese Plattform nicht so ausgefeilte Zugriffskontrollen wie die anderen beiden bereitstellt."

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