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100 Tages-Bilanz des Online-Casinos Wiesbaden

Seit kurzem bietet die Spielbank Wiesbaden das erste deutsche legale Online-Roulette an.

Etwas Ähnliches hatte schon einmal die Stadt Hamburg versucht, war aber aus formal-juristischen Gründen gescheitert, weil die entsprechende Gesetzesnorm nur dazu berechtigte, Präsenzspiele innerhalb der gesetzlichen Grenzen der Hansestadt zuzulassen (Hmb. VerfassungsG, Urt. v. 21.10.2003 - Az: HVerfG 10/02). Vgl. die Kanzlei-Info v. 17.07.2004.

Nun hat die Spielbank Wiesbaden eine 100 Tages-Bilanz gezogen. Den Bericht gibt es auf ISA-Casions:

"Über 1.800 Hessen sind derzeit zum Spiel angemeldet. Davon nehmen pro Tag durchschnittlich 200 Spielbegeisterte am einzigen in Deutschland staatlich konzessionierten Online Roulette (...) teil. Der höchste bisher beim so genannten "Real Game" erzielte Einzelgewinn liegt bei über 60.000 Euro.

Der Bruttospielertrag (BSE) hat sich so entwickelt, dass die von der Geschäftsführung (...) abgegebene Prognose von 2 Millionen Euro BSE pro Jahr wohl sogar leicht übertroffen werden kann."


Welche tatsächliche Zielrichtung die Einrichtung dieser staatlichen, monopolistischen Online-Bank hat, wird anschaulich bei nachfolgender Äußerung ersichtlich:

"Daraus ergibt sich, dass dieses Angebot auch für den Staat recht lukrativ erscheint, da er im ersten Jahr mit Abgaben in Höhe von 1,2 Millionen Euro rechnen kann. Gerade in Zeiten leeren Haushaltskassen ein willkommener Geldsegen."

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