Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Onlinerecht

LG Essen: Hotel-Bewerbung mit "4-Sterne-Niveau" irreführend, wenn keine offizielle Hotel-Klassifikation

Ein Hotel, das mit der Aussage "4-Sterne-Niveau"  wirbt, verhält sich wettbewerbswidrig, wenn es über keine offizielle Hotel-Klassifikation verfügt (LG Essen, Urt. v. 04.04.2019 - Az.: 43 O 151/18).

Die Beklagte betrieb ein Hotel und bewarb ihre Einrichtung online wie folgt:

"Zimmer:
Unsere 28 Doppelzimmer sind mit einer Größe von ca. 23 m3[sic!] auf 4-Sterne Niveau* und besitzen eine hochwertige Ausstattung. Jedes Zimmer verfügt über: (...)"

Die Einrichtung verfügte über keine offizielle Hotelklassifizierung.

Das LG Essen stufte dies als irreführend ein.

Denn der durchschnittliche Verbraucher werde die Werbeaussage so verstehen, als ob es sich um offizielle Klassifizierung handle. Der Verbraucher gehe von einer bestimmten Komfort- und Qualitätskategorie aus, die von einer neutralen Stelle getestet und bewertet worden sei.

Dies sei gerade nicht der Fall, sodass der potenzielle Kunde in die Irre geführt werde. 

Rechts-News durch­suchen

12. Dezember 2025
Onlineportale dürfen kostenpflichtige Zusatzleistungen wie Käuferschutz nicht automatisch aktivieren.
ganzen Text lesen
11. Dezember 2025
Werbung für Kosmetik als "natürlich" ist irreführend, wenn das Produkt synthetische Stoffe enthält, da Verbraucher 100% natürliche Inhaltsstoffe…
ganzen Text lesen
09. Dezember 2025
Eurowings darf nicht mehr mit CO₂-Kompensation werben, wenn dabei der Eindruck entsteht, die Flugreise sei vollständig klimaneutral.
ganzen Text lesen
08. Dezember 2025
Eine vorgeschaltete Passwortabfrage vor der Online-Kündigung ist unzulässig, da sie Verbraucher unzulässig behindert.
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen