Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Onlinerecht

AG München: Unerwünschte E-Mail-Werbung durch Autoresponder verboten

Das AG München <link http: www.online-und-recht.de urteile werbe-e-mails-ohne-einwilligung-rechtswidrig-161-c-6412-09-amtsgericht-muenchen-20090709.html _blank external-link-new-window>(Urt. v. 09.07.2009 - Az.: 161 C 6412/09) hat entschieden, dass auch eine durch einen Autoresponder hervorgerufene E-Mail-Zusendung wettbewerbswidrig ist.

Der Kläger, ein Arzt, erhielt von dem beklagten Unternehmen ungefragt eine Werbe-Mail zugeschickt. Daraufhin forderte der Kläger die Löschung seiner Daten, verbot jede weitere E-Mail-Werbung und verlangte zudem die Abgabe einer Unterlassungserklärung. Seine Forderungen machte er via E-Mail geltend. 

Der Beklagte hatte einen Autoresponder eingerichtet, so dass der Arzt noch am selben Tag eine wortgleiche E-Mail wie die beanstandete erhielt. Dies veranlasste den Kläger zur Einleitung der gerichtlichen Geltendmachung der Unterlassungsansprüche.

Zu Recht, wie das Amtsgericht München nun entschied.

Die E-Mail-Zusendung sei ohne vorheriges Einverständnis erfolgt und somit unerlaubte Werbung.

Die Argumentation des Beklagten, dass die Mails aufgrund der Autoresponder-Funktion nur dann versandt würden, wenn zuvor eine Mail an diese Adresse gegangen sei, ließ das Gericht nicht gelten. Aufgrund dieser Umstände könne nicht zwingend auf das Einverständnis des Betroffenen geschlossen werden. Ein einmaliger E-Mail-Kontakt sei nicht ausreichend, eine Einwilligung in die Zusendung von Werbe-Mails anzunehmen.

Rechts-News durch­suchen

24. August 2026
Eine Versandapotheke darf nicht mit "bis zu 20 EUR Zuzahlungen sparen" werben, wenn die meisten Rabatte nur 2,50 EUR betragen.
ganzen Text lesen
18. August 2026
Unternehmen, die Werbe-Mails versenden, müssen im Streitfall die wirksame Einwilligung der Empfänger lückenlos nachweisen können. Andernfalls bleibt…
ganzen Text lesen
17. August 2026
Wenn ein kostenloser Shuttle beworben wird, muss nicht ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass für Weiterfahrten der volle Fahrpreis gilt, sofern…
ganzen Text lesen
17. August 2026
Gemäß Art. 16 DSA müssen Plattformen es Nutzern leicht machen, rechtswidrige Inhalte zu melden. Ein unklarer Meldebutton („Ein Problem mit diesem…
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen