Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Allgemein

Umsatzsteuer für UMTS vor dem EuGH

Der Streit, ob der Kauf der UMTS-Lizenzen umsatzsteuerpflichtig ist (vgl. die Kanzlei-Info v. 01.12.2003), wird nun vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) entschieden werden.

In Österreich hatten sechs UMTS-Lizenzinhaber Klage gegen die Republik Österreich eingereicht und verlangten die Rückerstattung von 140 Mio. EUR Vorsteuer.

Ende 2000 waren in Österreich die UMTS-Lizenzen versteigert worden. Die einzelnen Betreiber erwarben die Rechte für horrende Summen. Die Rechnungen wiesen jedoch keine Umsatzsteuer aus, so dass die Firmen auch keine Vorsteuer in Abzug bringen konnten.

Die österreichischen Firmen stellten sich auf den Standpunkt, dies sei angesichts der 6. Umsatzsteuerrichtlinie der EU falsch gewesen. Da die Posten auf dem Gebiet des Telekommunikations- und Fernmeldewesens stattgefunden hätten, beinhielten die Beträge auch Umsatzsteuer. Diese könnten in Abzug gebracht werden.

Das österreichische Gericht legte nun die Frage dem EuGH vor, damit dieser entsprechend entscheiden kann. Mit einer gerichtlichen Entscheidung ist erfahrungsgemäß erst in einigen Jahren zu rechnen.

Dem aktuellen juristischen Verfahren kommt exemplarische Bedeutung zu, denn aufgrund der EU-Richtlinie handelt es sich um ein gesamteuropäisches Problem. Alleine in Deutschland würde sich die Rückforderungsumme auf ca. 7 Mrd. Euro belaufen.

Rechts-News durch­suchen

17. April 2026
Das Gericht weist die Klage gegen die Rabatte in der Penny-App ab, weil keine Benachteiligung älterer oder behinderter Menschen vorliegt.
ganzen Text lesen
17. April 2026
Die Klausel des Streamin-Anbieters, wonach eine Kündigung erst nach Verbrauch des Gutscheinguthabens wirkt, benachteiligt Kunden und ist unwirksam.
ganzen Text lesen
15. April 2026
Die Dienstleistung, rechtswidrige Google-Bewertungen löschen zu lassen, ist eine erlaubnispflichtige Rechtsdienstleistung. Ohne entsprechende…
ganzen Text lesen
13. April 2026
Ein Online-Shop darf für Online-Gutscheine keine zusätzliche Systemgebühr verlangen und muss den Gesamtpreis klar angeben.
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen