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Datenschutz: Big Brother Awards 2005

Wie schon in den Vorjahren - vgl. für 2003 die Kanzlei-Infos v. 25.10.2003 und für 2004 die Kanzlei-Infos v. 31.10.2004 - wurde nun auch im Jahre 2005 der "Big Brother Award" verliehen.

Der Preis wurde ins Leben gerufen, um die öffentliche Diskussion um Privatsphäre und Datenschutz zu fördern. Er soll missbräuchlichen Umgang mit Technik und Informationen aufzeigen. Seit 1998 wird er in verschiedenen Ländern und seit dem Jahr 2000 auch in Deutschland an Firmen, Organisationen und Personen verliehen, die in besonderer Weise und nachhaltig die Privatsphäre von Menschen beeinträchtigen oder persönliche Daten Dritten zugänglich machen.

Für sein "Lebenswerk" erhielt Innenminister a.D. Otto Schily die Auszeichnung in der Rubrik "Lifetime", nicht zuletzt dank der Einführung des biometrischen Reisepasses und seiner nationalen und internationalen Aktivitäten im Bereich der Überwachungssysteme.

Dieses Jahr bekam die Generalstaatsanwaltschaft Schleswig-Holstein in der Kategorie "Kommunikation" den Award, da die Strafverfolgungsbehörde eine umfangfreiche Handy-Ortung nach einer Straftat bei den Mobilfunkanbieter T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 veranlasst hatte.

In der Kategorie "Verbraucherschutz" erhielt das WM-Organisation-Komitee des DFB für "die inquisitorischen Fragebögen zur Bestellung von WM-Tickets, für die geplante Weitergabe der Adressen an die FIFA und deren Sponsoren und für die Nutzung von RFID-Schnüffelchips in den WM-Eintrittskarten und damit den Versuch, eine Kontroll- und Überwachungstechnik salonfähig zu machen."

Die weiteren "Preisträger" gibt es unter http://www.bigbrotherawards.de/2005.

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