Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Allgemein

Pfeiffer: Alterseinstufung von Computerspielen häufig fehlerhaft

Prof. Christian Pfeiffer. Direktor des Kriminologischen Instituts Niedersachsen, hat ein lesenswertes Interview zur Alterseinstufung von Computerspielen durch die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) gegeben.

Pfeiffer kritisiert vehement die derzeitige Alterseinstufung und nennt hierzu zahlreiche Beispiele für - aus einer Sicht - viel zu harmlose Alterseinschätzungen.

Wörtlich:

"GTA San Andreas, ab 16 eingestuft, gehört bereits unter den zehnjährigen Jungen zu den fünf populärsten Spielen. Da schleicht sich der Spieler zum Beispiel von hinten an eine Frau an und schneidet ihr die Gurgel durch, erschlägt eine andere mit der Schaufel und stampft durch die Blutlache. Und als Höhepunkt des Spiels werden harmlose Fußgänger mit einer Motorsäge getötet. Die Brutalität ist wirklich atemberaubend.

„Prey“ oder „Der Pate“, bei dem der Spieler in die Rolle eines Schutzgelderpressers schlüpft, sind zwei andere unglaublich brutale Spiele. Sie sind ab 18 freigegeben, gehören aber nach unserer Einschätzung indiziert, weil die Spieler hier um so stärker belohnt werden, je exzessiver sie Gewalt ausüben."
(Quelle: Die Welt v. 03.10.2006).

Ego-Shooter gehören schon seit langem zu den rechtlich und vor allem rechtspolitisch umstrittenen Themen im deutschen Jugendschutzrecht. So hat die neue aus CDU/CSU und SPD vor kurzem medienwirksam angekündigt, eine Reform des Jugendschutzrechts anzustreben, wonach "Killerspiele" zukünftig verboten sein sollen, vgl. die Kanzlei-Infos v. 18.11.2005.

Rechts-News durch­suchen

23. Oktober 2026
Wer seinen Liedtext als eigenkreative Rohversion nachweist, behält das Urheberrecht, auch wenn später KI bei der Bearbeitung eingesetzt wurde.
ganzen Text lesen
23. Oktober 2026
Wer als Plattformbetreiber die Nutzerzahlen durch pauschale Abzüge kleinrechnet, muss damit rechnen, dass die Europäische Kommission eine davon…
ganzen Text lesen
21. Oktober 2026
Betreiber von Bewertungsportalen dürfen transparent auf entfernte Einträge hinweisen, ohne dass Profilinhaber dagegen vorgehen können.
ganzen Text lesen
20. Oktober 2026
Plattformbetreiber, die den Handel mit manipulierten Spielerkonten ermöglichen und dabei fremde Marken nutzen, haften für Urheberrechts- und…
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen