Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Presserecht

LG Berlin: Karikierender Pressebericht nur bei öffentlichem Informationsinteresse zulässig

Satirische Aussagen sind grundsätzlich erlaubt. Wird jedoch die Grenze zur Schmähkritik überschritten, sind die Äußerungen rechtswidrig <link http: www.online-und-recht.de urteile satire-nicht-zwingend-von-kunstfreiheit-geschuetzt-27-o-1147-09-landgericht-berlin-20100119.html _blank external-link-new-window>(LG Berlin, Urt. v. 19.01.2010 - Az.: 27 O 1147/09).

Der Chefredakteur einer großen deutschen Tageszeitung machte sich in seinem Blog über den Beklagten lustig:

"Wer ist Phall?...bleiben nach meinem Dafürhalten nur noch Sexperte der Zeitung, der sich gerne in einschlägigen Kleinanzeigen ("naturgeile Nymphen", "megaheiße Citymäuse") vertieft."

Darüber hinaus nannte er den Kläger namentlich und bildete auch ein Foto von ihm ab.

Die Berliner Richter stuften diese Erklärung als rechtswidrig ein.

Zwar seien die Äußerung durchaus satirisch und damit grundsätzlich vom Recht auf Meinungsäußerung gedeckt. Hier werde jedoch die Grenze des rechtlich Zulässigen überschritten.

Der Kläger werde durch die Aussagen in seiner Ehre verletzt und herabgewürdigt. Insbesondere fehle es hinsichtlich der Beleidigungen an einer thematischen Verbundenheit.

Insbesondere hinsichtlich der Namensnennung und der Fotoveröffentlichung bestehe kein überwiegendes öffentliches Interesse.

Rechts-News durch­suchen

25. Mai 2026
Die Presse erhält nur Auskunft über tatsächliche Gäste staatlicher Empfänge, nicht über Eingeladene oder Einladungsgründe.
ganzen Text lesen
24. April 2026
Der Rundfunkbeitrag bleibt verfassungsgemäß, weil das öffentlich-rechtliche Programm insgesamt vielfältig und ausgewogen genug ist.
ganzen Text lesen
24. April 2026
Die Witwe Helmut Kohls erhält teils Unterlassung gegen Buchpassagen, aber keine Auskunft oder Gewinnabschöpfung.
ganzen Text lesen
22. April 2026
Ein Medienunternehmen verletzte das Persönlichkeitsrecht eines Angeklagten, wenn trotz gerichtlicher Anordnung sein Gesicht und seinen Namen zeigt.
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen