Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Urheberrecht

OLG Zweibrücken: Kein Unterlassungsanspruch bei Bild-Veröffentlichung in Presse bei fehlender Erkennbarkeit

Die Veröffentlichung eines Fotos in einem Presseartikel ist nicht rechtsverletzend, wenn die darauf abgebildete Person nicht erkennbar ist <link http: www.online-und-recht.de urteile bild-in-presseartikel-nicht-rechtsverletzend-bei-fehlender-erkennbarkeit-4-w-53-10-oberlandesgericht-zweibruecken-20100607.html _blank external-link-new-window>(OLG Zweibrücken, Beschl. v. 07.06.2010 - Az.: 4 W 53/10).

Die verklagte Zeitung hatte ein Foto ehemaliger Schulabsolventen gedruckt. Der Kläger, der mit auf dem Bild war, sah darin eine Verletzung seines Allgemeinen Persönlichkeitsrechts. Seine Frisur und seine Brille seien außerordentlich prägnant, so dass er leicht zu identifizieren sei.

Die Zweibrücker Richter wiesen die Klage ab.

Auf dem Bild sei der Kläger nicht identifizierbar. Es sei noch nicht einmal auszumachen, ob die abgelichtete Person eine Brille trage. 

Auch wenn der Kläger auf den Fotos identifizierbar gewesen sei, ändere dass nichts an dem Ergebnis, denn es handle sich um ein Bildnis aus dem Bereich der Zeitgeschichte, das auch ohne Zustimmung veröffentlicht werden dürfe.

Rechts-News durch­suchen

22. April 2026
Ein Medienunternehmen verletzte das Persönlichkeitsrecht eines Angeklagten, wenn trotz gerichtlicher Anordnung sein Gesicht und seinen Namen zeigt.
ganzen Text lesen
25. Februar 2026
Der unter anderem für das allgemeine Persönlichkeitsrecht zuständige VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat entschieden, dass einem ausländischen…
ganzen Text lesen
09. Januar 2026
Ein Professor scheiterte mit seiner Klage gegen eine Studie über rechtsextreme Positionen weitgehend. Das Gericht stellte die Wissenschaftsfreiheit…
ganzen Text lesen
08. Januar 2026
Ein Journalist hat einen Anspruch darauf, zu erfahren, von wem die Stiftung den Schabowski-Zettel gekauft hat. Das Presserecht wiegt schwerer als die…
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen