Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Onlinerecht

VG Köln: Bundesnetzagentur durfte Sonderrufnummer "11861" abschalten

Die Bundesnetzagentur durfte zu Recht die Sonderrufnummer "11861" abschalten, da der Auskunftsdienst in rechtswidriger Weise genutzt wurde <link http: www.online-und-recht.de urteile zulaessige-abschaltung-der-sonderrufnummer-11861-1-l-1908-10-verwaltungsgericht-koeln-20110211.html _blank external-link-new-window>(VG Köln, Beschl. v. 11.02.2011 - Az.: 1 L 1908/10).

Die Bundesnetzagentur ließ die Sonderrufnummer "11861", welche zunächst von der Deutschen Bahn und zuletzt von einem privaten Auskunftsdienst genutzt wurde, abschalten. Begründet wurde dies zum Einen damit, dass die Preisansage von fast zwei Minuten unverhältnismäßig lang sei und dem Kunden immense Kosten aufbürde. Zum Anderen handle das Unternehmen wettbewerbswidrig, weil die Sonderrufnummer im Internet ohne Preisangabe beworben wurde. Das Unternehmen wandte sich gegen den Bescheid der Bundesnetzagentur.

Die Kölner Richter wiesen die Klage des Unternehmens zurück. Der ergangene Untersagungsbescheid sei rechtmäßig ergangen.

Es sei gegen Verbraucher- und Kundenschutzbelange verstoßen worden. Alleine die Preisansage habe schon 2 Minuten gedauert und sei somit deutlich zu lang. Der Kunde werde hierdurch mit immensen Kosten belastet.

Schließlich sei die Abschaltung der Rufnummer auch deshalb gerechtfertigt, weil der Betreiber die Nummer im Internet bewerbe, jedoch keine Angaben zu den Preisen mache. Dies stelle einen Verstoß gegen wettbewerbsrechtlichen Vorschriften dar.

Rechts-News durch­suchen

04. August 2026
Ein zwingender Mindermengenzuschlag auf einem Online-Portal ist rechtlich zulässig, sofern er klar gekennzeichnet und leicht auffindbar verlinkt ist.
ganzen Text lesen
03. August 2026
Ist der kommerzielle Zweck eines Influencer-Posts auf den ersten Blick erkennbar, entfällt die Pflicht zur gesonderten Werbekennzeichnung.
ganzen Text lesen
31. Juli 2026
FOCUS muss bei seinen Ärzte-Testsiegeln das Bewertungsverfahren klar offenlegen, sonst droht eine wettbewerbswidrige Irreführung.
ganzen Text lesen
30. Juli 2026
Unter der Voraussetzung, dass klare gesetzliche Grenzen und eine wirksame nachträgliche Gerichtskontrolle gewährleistet sind, dürfen…
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen