Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Thema:Online

Internet-Apotheke DocMorris: Schlussanträge im Verfahren vor dem EuGH

Neues vom EuGH-Verfahren der Internet-Apotheke DocMorris:

Am 11. März 2003 hat Frau Generalanwalt Christine Stix-Hackl die Schlussanträge in der Rechtssache C-322/01 (Deutscher Apothekerverband gegen Doc Morris pp.) gestellt. Die Dokumente sind unter untenstehendem Link abrufbar.

Die Generalanwältin kommt zu dem Ergebnis, dass nach den Art. 28 und 30 EG eine nationale Regelung, nach der die gewerbsmäßige grenzüberschreitende Einfuhr von apothekenpflichtigen Humanarzneimitteln im Wege des Versandhandels durch zugelassene Apotheken aus anderen Mitgliedstaaten aufgrund individueller Bestellungen von Endverbrauchern per Internet untersagt ist, zum Schutze der Gesundheit und des Lebens von Menschen gerechtfertigt ist, wenn es sich um Arzneimittel handelt, die in dem Staat, in den sie verbracht werden, zulassungspflichtig sind, für die aber weder eine nationale Zulassung oder Anerkennung besteht, noch eine zentrale gemeinschaftsrechtliche Genehmigung erteilt wurde. Konsequenz dieser Rechtsansicht wäre, dass klar zwischen dem E-Commerce-Handel mit zwischen im Einfuhrstaat zugelassenen und nicht zugelassenen Arzneimitteln unterschieden werden müsste. Dies würde bedeuten, dass DocMorris in erster Linie nur noch Reimporte einführen dürfte, nicht aber nicht im Einfuhrstaat zugelassene oder sonst anerkannte Arzneimittel.

Ob der EuGH der Ansicht der Generalanwältin folgen wird, ist momentan nicht vorhersagbar. Es bleibt somit weiterhin spannend.

Rechts-News durch­suchen

21. Juli 2026
Wer Kleidung im Online-Shop verkauft, muss die Materialzusammensetzung direkt auf der Bestellseite angeben. Ein bloßer Link genügt hierfür nicht.
ganzen Text lesen
20. Juli 2026
Die Bestätigungsseite einer Online-Kündigung darf nur das Kündigungsformular und die Bestätigungsschaltfläche enthalten, keine Alternativen.
ganzen Text lesen
20. Juli 2026
Wer als gewerblicher Nutzer die AGB von Instagram akzeptiert hat, muss Rechtsstreitigkeiten wegen einer Account-Sperre in Irland und nicht in…
ganzen Text lesen
17. Juli 2026
Wer Schuhe unter einem bestimmten Markennamen bewirbt, aber ein anders gebrandetes Produkt liefert, handelt irreführend und muss dies unterlassen.
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen