Mit eines der größten Probleme im Bereich des Online-Rechts ist häufig die genaue Bezifferung des Schadens. So kann es durchaus sein, dass ein Schadensersatzanspruch dem Grunde nach unproblematisch gegeben ist, während er aber der konkreten Höhe nach praktisch nicht bestimmbar ist.
Ein einfaches Beispiel: Der Hoster sperrt fahrlässig den Zugriff auf einen Web-Shop, der Betreiber des Online-Portals verkauft deswegen nichts mehr, weil keine Kunden mehr die Seiten anzusurfen können. Wie hoch ist der Schadensersatz-Anspruch? Häufig sind die einzelnen Monats-Umsätze sehr unterschiedlich. Nimmt man den letzten Monat vor dem schädigen Ereignis? Den Durchschnittswert der letzten 6 Monate? Den Wert des Vorjahresmonats?
Hat man bei o.g. Beispiel wenigstens noch einen gewissen Orientierungspunkt, so ist dies im Bereich der bezahlten Suchmaschinen-Werbung bislang praktisch reine Kaffeesatzleserei. Was gilt, wenn ein Mitbewerber durch illegales Suchmaschinen-Spamming oder rechtswidrige Markennutzung sein Suchmaschinen-Ranking verbessert und so seine Einnahmen aus Suchmaschinen-Werbung (z.B. Google AdSense) erhöht.
explido bietet seit kurzem einen Preisindex für Suchmaschinen-Werbung an, der hier ein wenig Abhilfe schaffen könnte. Die Statistik zeigt für 15 Sachbereiche die Kosten für die Werbung bei den Suchmaschinen Google, Overture und eSpotting an. Gleichzeitig wird ein Durchschnittswert errechnet und der Vergleich zum Vormonat angezeigt.
Wichtig dabei zu berücksichtigen ist, dass es sich lediglich um Näherungswerte handelt, da bei der Ermittlung der konkreten Zahlen individuelle Faktoren (z.B. Laufzeit und Klickhäufigkeit) eine entscheidende Rolle spielen, vgl. dazu auch die Erklärungen des Index.