Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Allgemein

LG Leipzig: Heimliches Filmen durch TV-Sender in Kaufhäusern ist unzulässig

Das LG Leipzig hat entschieden (Urt. v. 19.06.2008 - Az.: 8 O 1796/08), dass eine Berichterstattung über angeblich falsche Angaben zu unverbindlichen Preisempfehlungen nicht das Filmen ohne Einwilligung des Kaufhausinhabers erfordert und somit unzulässig ist.

Hintergrund für das Urteil waren zwei Ausstrahlungen eines deutschen TV-Senders, in welchen die Reporter heimlich Mitarbeiter einer Kaufhauskette gefilmt hatten, um damit angebliche Verstöße gegen die unverbindlichen Preisempfehlungen des Warenhauses aufzudecken.

Der dagegen erhobenen einstweiligen Verfügung gaben die Leipziger Richter statt. Nach ihrer Auffassung habe der Dreh gegen das Hausrecht des Kaufhausinhabers verstoßen und sei auch nicht durch Pressefreiheit gedeckt gewesen. Schließlich hätte es laut Richterspruch ausgereicht, die jeweiligen Prospekte mit den dortigen Preisen und damit vergleichend die Preisschilder im Kaufhaus zu zeigen.

Rechts-News durch­suchen

21. August 2026
Eine Videozuschaltung des in den USA lebenden Sachbeistands scheitert, da eine persönliche Teilnahme im Inland möglich ist und eine ausreichende…
ganzen Text lesen
19. August 2026
Müssen die wesentlichen Informationen einer gemeinsamen DSGVO-Verantwortlichkeit unaufgefordert online gestellt werden oder reicht eine Auskunft auf…
ganzen Text lesen
18. August 2026
Unternehmen, die Werbe-Mails versenden, müssen im Streitfall die wirksame Einwilligung der Empfänger lückenlos nachweisen können. Andernfalls bleibt…
ganzen Text lesen
18. August 2026
Für die Beantragung einer DSGVO-Datenschutzauskunft für sein Kind benötigt man die Zustimmung des anderen Elternteils.
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen