LG Hamburg: Unzulässiger Bücherkauf bei studibooks.de unterhalb des gebundenen Ladenpreises

16.01.2012

Der Verkauf von Büchern auf "studibooks.de" unterhalb des gebundenen Ladenpreises - insbesondere durch "Fördermodelle" - ist rechtswidrig (LG Hamburg, Urt v. 08.06.2011 - Az.: 315 O 182/11).

Bei "studibooks.de" konnte der Käufer Bücher zu 90% des Ladenpreises erwerben. Die restlichen 10% wurden von verschiedenen Wirtschaftsunternehmen bezahlt, die einen entsprechenden "Fördertopf" zur Verfügung stellten.

Die Hamburger Richter stuften dies als Verstoß gegen das Buchpreisbindungsgesetz ein.

Der Kunde zahle hier nicht die vollen Kaufpreis, sondern nur 90% des Betrages. Zwar erhalte der Verkäufe die restlichen 10% von Dritter Seite. 

Gleichwohl handle es sich um einen Rechtsverstoß. Denn nach dem Sinn und Zweck des Preisbindungsgesetzes solle ein Buch überall gleich teuer seien auf Sicht des potentiellen Käufers. Dies sei hier aber gerade nicht der Fall, so dass das Fördermodell zu unzulässigen Wettbewerbsverzerrungen führe.