Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Onlinerecht

OVG Münster: Online-Verbot für Sportwetten rechtmäßig

In einer aktuellen Entscheidung hat das OVG Münster <link http: www.gluecksspiel-und-recht.de urteile internet-verbot-fuer-sportwetten-verfassungs-und-europarechtskonform-13-b-744-09-oberverwaltungsgericht-muenster-20091030.html _blank external-link-new-window>(Beschl. v. 30.10.2009 - Az.: 13 B 744/09) noch einmal bekräftigt, dass das Internet-Verbot von Sportwetten sowohl mit dem deutschen Grundgesetz als auch mit EU-Recht vereinbar ist.

Das Verbot sei rechtmäßig, es stütze sich auf die Regelungen des Glücksspielstaatsvertrages. Sportwetten seien Glücksspiele und damit vom Internet-Verbot umfasst.

Das im Glücksspielstaatsvertrag vorgesehene Internet-Verbot für öffentliche Glücksspiele sei mit dem Grundgesetz und Europarecht vereinbar. Angebote für Glücksspiele im Internet hätten ein großes Suchtpotential, da das Internet ein hohes Maß an Bequemlichkeit biete und zeitlich unbegrenzt verfügbar sei. Außerdem weise das Spielen im Internet einen höheren Abstraktionsgrad als das Spielen in Annahmestellen auf, da die Tatsache des Verlustes von Geld nicht unmittelbar sichtbar sei.

Das Internet-Verbot im Glücksspielstaatsvertrag diene der Eindämmung der Spielsucht und insbesondere dem Schutz von Kindern und Jugendlichen. Damit seien überragend wichtige Gemeinwohlziele betroffen, die Einschränkungen der Berufsfreiheit rechtfertigten.

Rechts-News durch­suchen

18. August 2026
Unternehmen, die Werbe-Mails versenden, müssen im Streitfall die wirksame Einwilligung der Empfänger lückenlos nachweisen können. Andernfalls bleibt…
ganzen Text lesen
17. August 2026
Wenn ein kostenloser Shuttle beworben wird, muss nicht ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass für Weiterfahrten der volle Fahrpreis gilt, sofern…
ganzen Text lesen
17. August 2026
Gemäß Art. 16 DSA müssen Plattformen es Nutzern leicht machen, rechtswidrige Inhalte zu melden. Ein unklarer Meldebutton („Ein Problem mit diesem…
ganzen Text lesen
14. August 2026
Wer ein Auto über einen längeren Zeitraum nutzt und den Kaufpreis kennt, kann sich nicht nachträglich auf einen fehlerhaften Online-Bestellbutton…
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen