Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Presserecht

LG Berlin: Zulässiges Werturteil hinsichtlich des Verhaltens im Rahmen eines Boxkampfes

Legt ein Boxer erst einen Tag vor dem Kampf die bereits lange in der Vergangenheit geforderte Blutanalyse ab, so darf der Manager des gegnerischen Boxers darüber kritisch berichten. Es liegt auch dann keine rufschädigende Aussage vor, wenn das Management auf der Internetseite schreibt, dass die Vorlage des Tests "hinausgezögert" wurde <link http: www.online-und-recht.de urteile keine-rufschaedigung-bei-berechtigter-kritik-ueber-verhalten-eines-boxers-27-o-597-09-landgericht-berlin-20090901.html _blank external-link-new-window>(LG Berlin, Urt. v. 01.09.2009 - Az.: 27 O 597/09).

Die Berliner Richter bewerteten die Aussage als zulässige Meinungsäußerung.

Dem Management sei es nicht darum gegangen, den gegnerischen Boxer zu diskreditieren, sondern vielmehr habe es auf den Umstand hinweisen wollen, dass der Sportler erst im allerletzten Augenblick den Blutest abgelegt habe.

Rechts-News durch­suchen

22. April 2026
Ein Medienunternehmen verletzte das Persönlichkeitsrecht eines Angeklagten, wenn trotz gerichtlicher Anordnung sein Gesicht und seinen Namen zeigt.
ganzen Text lesen
25. Februar 2026
Der unter anderem für das allgemeine Persönlichkeitsrecht zuständige VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat entschieden, dass einem ausländischen…
ganzen Text lesen
09. Januar 2026
Ein Professor scheiterte mit seiner Klage gegen eine Studie über rechtsextreme Positionen weitgehend. Das Gericht stellte die Wissenschaftsfreiheit…
ganzen Text lesen
08. Januar 2026
Ein Journalist hat einen Anspruch darauf, zu erfahren, von wem die Stiftung den Schabowski-Zettel gekauft hat. Das Presserecht wiegt schwerer als die…
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen