Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Wettbewerbsrecht

OLG Bremen: Privater Energieversorger darf sich nicht Stadtwerke nennen

Ein privater Energieversorger darf nicht die Bezeichnung "Stadtwerke" in seinem Namen führen, da hierdurch der Verbraucher in die Irre geführt wird, so das OLG Bremen <link http: www.online-und-recht.de urteile privater-energie-versorger-darf-keine-assoziation-zu-stadtwerken-wecken-2-w-92-09-oberlandesgericht-bremen-20091022.html _blank external-link-new-window>(Beschl. v. 22.10.2009 - Az.: 2 W 92/09).

Beklagte war die swb AG in Bremen, wobei die Abkürzung "swb" für "Stadtwerke Bremen" stand. Die Aktiengesellschaft entstand 1999 durch die Privatisierung der kommunalen Stadtwerke in der Hansestadt. 

EIn Mitbewerber sah in der Firmierung eine unzulässige Irreführung.

Zu Recht wie die Bremer Richter nun entschieden. Durch die Verwendung des Begriffs "Stadtwerke" werde der Eindruck erweckt, das Unternehmen befände sich noch in kommunaler Hand. Gerade ältere Menschen würden einen solchen staatlichen Anbieter gegenüber der privaten Konkurrenz bevorzugen, da sie mit staatlichen Anbietern eine größere Verlässlichkeit und Seriösität verbinden würden.

Ähnlich entschied vor kurzem erst das LG Kiel <link http: www.online-und-recht.de urteile privates-energieunternehmen-darf-nicht-mit-bezeichnung-stadtwerke-werben-15-o-47-09-landgericht-kiel-20090727.html _blank external-link-new-window>(Urt. v. 27.07.2009 - Az.: 15 O 47/09), das die  Verwendung des Wortes "Stadtwerke" durch einen privaten Energieversorger ebenfalls als  Wettbewerbsverstoß einstufte.

Rechts-News durch­suchen

20. Oktober 2026
Plattformbetreiber, die den Handel mit manipulierten Spielerkonten ermöglichen und dabei fremde Marken nutzen, haften für Urheberrechts- und…
ganzen Text lesen
19. Oktober 2026
Wer vorab Trinkgeld zahlt, muss es zurückfordern können, wenn die Bestellung bei einem Lieferdienst (hier: Lieferando) nicht ausgeführt wird.
ganzen Text lesen
19. Oktober 2026
§ 19 AGG zählt nicht zu den Verbraucherschutzgesetzen im Sinne des Unterlassungsklagengesetzes.
ganzen Text lesen
15. Oktober 2026
Wer eine Führerscheinausbildung als kostenlos bewirbt, aber anschließend versteckte Kosten auferlegt, wirbt irreführend und begeht einen…
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen