Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Datenschutzrecht

AG Hale: Schadensersatz bei unberechtigter SCHUFA-Meldung durch Vertragspartner

Meldet ein Unternehmen seinen Vertragspartner unberechtigt gegenüber der SCHUFA, so macht es sich schadensersatzpflichtig (AG Halle (Saale)), Urt. v. 28.02.2013 - Az.: 93 C 3289/12).

Der Beklagte lieferte an den Kläger eine Heiztherme. Es kam zum Streit darüber, ob die Ware bestimmte Mängel aufwies oder nicht. Der Kläger verweigerte die Bezahlung der Rechnung.

Daraufhin meldete der Beklagte die offene Forderung der SCHUFA.

Das AG Halle (Saale) sah hierin einen vertraglichen Pflichtverstoß.

Die unbegründete Meldung der offenen Forderung an die SCHUFA verletze den Kläger in seinen Vermögensinteressen. Da die Rechnung bestritten worden sei, hätte der Beklagte sie niemals der SCHUFA melden dürfen. 

Da der Beklagte dies gleichwohl getan habe, habe er sich schadensersatzpflichtig gemacht.

Rechts-News durch­suchen

12. März 2026
Bei DSGVO-Klagen vor dem Landgericht müssen sich Parteien zwingend von einem Anwalt vertreten lassen.
ganzen Text lesen
11. März 2026
Versendet das Finanzamt eine Steuererklärung mit sensiblen Daten an Dritte, kann dem Betroffenen u.U. 1.000,- EUR DSGVO-Schadensersatz zustehen.
ganzen Text lesen
10. März 2026
Eine private Krankenversicherung darf Rechnungsdaten nicht ohne Einwilligung für Vorsorgeprogramme auswerten.
ganzen Text lesen
05. März 2026
Kaufinteressenten dürfen ohne konkrete Verhandlungen nicht ins Grundbuch schauen, um Eigentümerdaten zu erfahren.
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen