Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Markenrecht

BPatG: "Ethikbank" nicht als Marke eintragungsfähig

Der Begriff "Ethikbank" ist nicht für den Bereich Geld und Zahlungsdienste eintragungsfähig (BPatG, Beschl. v. 10.07.2012 - Az.: 33 W (pat) 528/11).

Die Marke dürfe wegen der darin enthaltenen inhaltlichen Sachaussage nicht durch eine Registereintragung monopolisiert werden.

Das begehrte Wortzeichen setze sich aus den Begriffen "Ethik" und "Bank" zusammen. Mit dem Begriff "Ethik" werden vor allem allgemein gültige Normen und Maximen der Lebensführung, die sich aus der Verantwortung gegenüber anderen herleiten, bezeichnet. Mit "Bank" wird ein Bankhaus, Geld- oder Kreditinstitut bezeichnet.

Im Hinblick auf die begehrten Finanzdienstleistungen ergebe sich damit für den angesprochenen Verkehr ohne weiteres die verständliche Sachaussage dahingehend, dass die Finanzdienstleistungen von einer nach ethischen Grundsätzen handelnden Bank erbracht werden. Mit einer entsprechenden Sachbedeutung wird der Begriff "Ethikbank" auch bereits umfassend in verschiedenen Artikeln benutzt.

Der Begriff sei daher nicht eintragungsfähig.

Rechts-News durch­suchen

16. April 2026
"Easyprep" bleibt für Bau- und Malerprodukte ohne Markenschutz, weil Kunden den Begriff nur als "einfache Vorbereitung" verstehen.
ganzen Text lesen
31. März 2026
Eine Marke mit erfundener Jahreszahl kann irreführend sein, wenn sie fälschlich Tradition, Prestige und besondere Qualität suggeriert.
ganzen Text lesen
16. März 2026
Es kann verhältnismäßig sein, nachgeahmte, markenverletzende Porsche-Fahrzeuge vollständig vernichten zu müssen.
ganzen Text lesen
09. März 2026
Ein Mitbewerber kann Markenverletzungen eines Konkurrenten nicht über das Wettbewerbsrecht verfolgen, sondern nur der Markeninhaber selbst.
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen