Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Onlinerecht

AG Hamburg: DVD- und Video-Rechte berechtigten nicht zur Verfolgung von P2P-Urheberrechtsverletzungen

Bekommt ein Unternehmen an einem Filmwerk die ausschließlichen Nutzungsrechte lediglich für den DVD- und Video-Bereich übertragen, so ist es nicht berechtigt, P2P-Urheberrechtsverletzungen zu verfolgen <link http: www.online-und-recht.de urteile _blank external-link-new-window>(AG Hamburg, Urt. v. 31.10.2014 - Az.: 36a 202/13).

Der Rechteinhaber verfolgte die Verletzungen von P2P-Urheberrechtsverletzungen an einem Film. Er berief sich dabei u.a. auf den Umstand, dass ihm die DVD- und Video-Verwertung eingeräumt worden sei.

In dem Lizenzvertrag wurden der Firma zwar diese Rechte übertragen, jedoch hieß es dort auch:

„Internet Rights are excluded and stay solely with Licensor“.

Das Gericht wertete diese Passage so, dass gerade keine Internet-Rechte übertragen worden seien. Der Vertrag spreche zwar an anderer Stelle von „Download but no TV“. Jedoch sei die „Internet-Rights“-Klausel so eindeutig, dass hier unzweifelhaft keine Nutzungsrechte übertragen worden seien.

Somit fehle es dem Unternehmen bereits an der Berechtigung, die Online-Rechtsverletzungen an diesem Filmwerk zu verfolgen.

Rechts-News durch­suchen

09. September 2026
Betreiber von Seniorenwohnheimen müssen für die Weiterleitung von Rundfunkprogrammen keine Urheberrechtsvergütung zahlen.
ganzen Text lesen
08. September 2026
Zwei Sekunden gesampelte Rhythmussequenz können als künstlerisches Pastiche genutzt werden.
ganzen Text lesen
07. September 2026
Wer Beschäftigte ohne eine ausreichende Rechtsgrundlage per Kamera überwacht, muss damit rechnen, dass die Datenschutzaufsichtsbehörde gleichzeitig…
ganzen Text lesen
01. September 2026
Wer Fotos ohne gesicherte Rechte nutzt, haftet für den entstandenen Schaden, selbst wenn der Lieferant die Nutzung zugesichert hat.
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen