In der Berliner Zeitung (BZ) ist ein lesenswertes Interview mit Norman Faber, einem der größten gewerblichen Spielvermittler in Deutschland, erschienen.
Thema des Interviews ist die geplante Reform des Lotteriestaatsvertrages (LotterieStV). Zur LotterieStV-Reform siehe den Aufsatz von RA Dr. Bahr "Haftung Der Entwurf eines neuen Lotteriestaatsvertrag". Oder die Podcast-Reihe der Kanzlei Dr. Bahr: "Entwurf eines neuen Lotteriestaatsvertrag: Teil 1, Teil 2 und Teil 3".
Faber kritisiert vor allem die geplanten Werbeverbote:
"Ja, es wird zu dramatischen Rückgängen bei den Einsätzen kommen. Ich rechne zunächst mit einem Umsatzminus von 20 Prozent. Doch das wäre nur der Anfang. Denn ohne Werbung lässt sich heute in Deutschland nichts mehr verkaufen - auch nicht Lotto.
Sollten die Ministerpräsidenten ihr Vorhaben tatsächlich umsetzen, wäre das mittelfristig das Ende des deutschen Lotto."
Auf sein eigenes Unternehmen bezogen meint er sogar:
"Für uns wäre das mit Sicherheit das Aus."
Die gemeinsame Verabschiedung des LotterieStV durch die jeweiligen Landesregierungen ist für Dezember 2006 geplant. Das Gesetzeswerk muss dann noch jeweils durch die Länderparlamente beschlossen werden.