Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Wettbewerbsrecht

OLG Hamburg: Mangelnde Ernsthaftigkeit beseitigt nicht die Wiederholungsgefahr

Das OLG Hamburg <link http: www.online-und-recht.de urteile mangelnde-ernsthaftigkeit-einer-unterlassungserklaerung-bei-lapidarer-aeusserung-3-u-151-07-oberlandesgericht-hamburg-20090423.html _blank external-link-new-window>(Urt. v. 23.04.2009 - Az.: 3 U 151/07) hat entschieden, dass eine strafbewehrte Unterlassungserklärung nur dann die Wiederholungsgefahr ausschließt, wenn sie ausreichend ernst gemeint ist.

Im vorliegenden Fall stritten Kläger und Beklagter, beide KFZ-Händler, um einen Wettbewerbsverstoß. Der Beklagte berief sich auf den Umstand, dass er bereits zuvor einer anderen Firma eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgegeben hatte.

Im Rahmen der mündlichen Verhandlung stellte sich heraus, dass diese Drittfirma Rechtsverstöße nur "aus Sport" verfolgen würde, um die Vertragsstrafe zu erhalten. Dieses Geld würden dann die Drittfirma und der Beklagte "auf dem Rummel" teilen.

Eine solche Unterlassungserklärung sei nicht ernsthaft gemeint, so die Hamburger Richter, und könne daher auch nicht die Wiederholungsgefahr ausschließen. Daher sei die der Drittfirma gegenüber abgegebene Unterlassung unbeachtlich, die Wiederholungsgefahr bestehe weiterin.

Der Kläger habe im vorliegenden Verfahren somit einen Anspruch gegen den Beklagten.

 

Rechts-News durch­suchen

01. Oktober 2026
Wer denselben prägenden Familiennamen wie ein etablierter Wettbewerber verwendet, ohne hinreichend klare Unterscheidungsmerkmale zu schaffen, handelt…
ganzen Text lesen
25. September 2026
Wer die Ergebnisse von Stiftung Warentest mit Affiliate-Links verknüpft, nutzt die bekannte Marke zu Werbezwecken aus und muss mit Unterlassungs- und…
ganzen Text lesen
22. September 2026
Wer Fake-Profile mit fremden Marken und Gesichtern duldet (sog. Scam-Ads), haftet, wenn er trotz Kenntnis nicht schnell genug reagiert.
ganzen Text lesen
18. September 2026
Die Farbe Orange ist nicht als Marke für eine Baumarktkette schutzfähig, weil sie keine Unterscheidungskraft besitzt.
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen