Die führenden deutschen Suchmaschinen-Betreiber wie Google, MSN, Lycos, Yahoo! und T-Online verpflichten sich gemäß dem Kodex der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) nach einer aktuellen Pressemitteilung zukünftig zur Selbstzensur.
Danach werden alle Suchmaschinen sämtliche Internetadressen, die auf Angebote verweisen, die von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) auf den Index jugendgefährdender Medien gesetzt wurden, in ihren Ergebnislisten nicht mehr anzeigen.
"Durch Kooperation mit der BPjM wird ein rechtsstaatliches Verfahren für die Nichtanzeige von Suchergebnissen eingeführt. Nicht eine einzelne Suchmaschine entscheidet, ob ein Inhalt jugendgefährdend sein könnte und eine URL nicht in Suchergebnislisten angezeigt werden darf, sondern diese Entscheidung wird durch eine legitimierte Instanz in einem transparenten Verfahren getroffen.
Davon profitieren nicht nur die Suchmaschinen, sondern auch die Inhalteanbieter und vor allem die (jugendlichen) Nutzer der Suchmaschinen. Alle großen Suchmaschinenanbieter setzen die Nichtanzeige einheitlich und zeitnah um. Eine solche branchenweite Kooperation ist im Suchmaschinensektor bislang weltweit einzigartig", erklärt Thomas Dominikowski, Product Director für den Bereich Suche bei Lycos Europe.