OLG Frankfurt a.M.: Sponsor darf kein Bestandteil des Handball-Vereinsnamens sein

06.07.2009

Ein Landessportbund kann die Aufnahme eines Handballvereins ablehnen, wenn dieser in der Vereinsbezeichnung den Sponsoren-Namen trägt, so das OLG Frankfurt  (Urt. v. 03.03.2009 - Az.: 11 U 57/08).

Der klagende Handballverein begehrte die Aufnahme in den Landessportbund. Dies wurde von dem Beklagten jedoch unter Hinweis auf den Umstand verweigert, dass die Satzung des Sportbundes verbiete, im Vereinsnamen den Sponsoren-Namen zu führen.

Der Verein hingegen war der Auffassung, dass ein Aufnahmezwang bestehe.

Zu Unrecht wie die Frankfurter Richter nun entschieden. Für das Satzungsverbot bestehe ein sachlicher Grund, so dass die Regelung nicht willkürlich und somit wirksam sei.

Würde der Hauptgeldgeber in einem Vereinsnamen zugelassen, hätte das zur Folge, dass der Handballverein mit dem Sponsor gleichgesetzt würde. Die Sportfinanzierung werde gegenüber der Sportausübung in besonderem Maße in den Vordergrund gerückt.

Diese Bedenken seien ein sachlich gerechtfertigter Grund für eine Ablehnung der Aufnahme, so die Juristen.