Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Onlinerecht

OLG Köln: Free-Wireless-Zugang nutzt Flatrate-Angebot von Internet-Providern unzulässig aus

Sogenannte Free-Wireless-Accounts, die es Usern ermöglichen, fremde, bereits bestehende Flatrate-Internet-Zugänge kostenlos mitzubenutzen, schädigen das Vertriebssystem regulärer Internet-Provider und sind daher rechtswidrig, so das OLG Köln <link http: www.online-und-recht.de urteile free-wireless-zugaenge-schaedigen-internetprovider-und-sind-rechtswidrig-6-u-223-08-oberlandesgericht-koeln-20090605.html _blank external-link-new-window>(Urt. v. 05.06.2009 - Az.: 6 U 223/08).

Die Beklagte bot ihren Mitgliedern Free-Wireless-Zugänge an. Bereits registrierte Mitglieder, die über eine Flatrate verfügten, konnten sich der Gemeinschaft der Internetnutzer anschließen und den Internet-Zugang mit anderen teilen. Die von der Beklagten vermittelten Nutzer konnten den Internet-Zugang der Mitglieder so rund um die Uhr nutzen.

Die Klägerin, ein kommerzieller Internet-Provider, beanstandete dieses Konzept als wettbewerbswidrig und begehrte Unterlassung.

Zu Recht wie die Kölner Richter entschieden.

Das Verhalten der Beklagten beschädige den wirtschaftlichen Absatz der Klägerin. Denn wenn ein Kunde die Hotspots der Beklagten benutze, brauche er keine eigenen Internet-Zugänge mehr anzumieten.

Eine Vielzahl von Usern würden die Flatrate eines einzelnen Kunden mitbenutzen und damit den eigentlichen Sinn eines unlimitierten Online-Zugangs, den Internet-Provider anbieten, ausnutzen.

Eine wirtschaftlich sinnvolle Kalkulation sei der Klägerin damit gar nicht möglich. Das Verhalten der Beklagten bringe in Bezug auf Nachahmer einen beträchtliches Gefährdungspotential mit sich, was zu einer Verfälschung des Wettbewerbs führe. 

 

Rechts-News durch­suchen

18. August 2026
Unternehmen, die Werbe-Mails versenden, müssen im Streitfall die wirksame Einwilligung der Empfänger lückenlos nachweisen können. Andernfalls bleibt…
ganzen Text lesen
17. August 2026
Wenn ein kostenloser Shuttle beworben wird, muss nicht ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass für Weiterfahrten der volle Fahrpreis gilt, sofern…
ganzen Text lesen
17. August 2026
Gemäß Art. 16 DSA müssen Plattformen es Nutzern leicht machen, rechtswidrige Inhalte zu melden. Ein unklarer Meldebutton („Ein Problem mit diesem…
ganzen Text lesen
14. August 2026
Wer ein Auto über einen längeren Zeitraum nutzt und den Kaufpreis kennt, kann sich nicht nachträglich auf einen fehlerhaften Online-Bestellbutton…
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen