Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Onlinerecht

OLG Hamm: Online-Angebote von nicht zugelassenen Fahrzeugteilen trotz Warnhinweis wettbewerbswidrig

Das OLG Hamm <link http: www.justiz.nrw.de nrwe olgs hamm j2012 i_4_w_72_12_beschluss_20120925.html _blank external-link-new-window>(Beschl. v. 25.09.2012 - Az.: I-4 W 72/12) hat entschieden, dass Online-Angebote, bei denen nicht zugelassene Fahrzeugteile zum Verkauf stehen, auch trotz eines ausdrücklichen Warnhinweises wettbewerbswidrig sind.

Der Beklagte bot nicht zugelassene Fahrzeugteile zum Verkauf an. Im Rahmen des Angebots erfolgte folgender Warnhinweis:

"... nicht für den Straßenverkehr zugelassen und entspricht nicht der STVZO!"

Trotz dieses ausdrücklichen Hinweises sahen die Hammer Richter hierin einen Wettbewerbsverstoß. Denn entscheidend für die Rechtslage sei alleine die objektive Verwendungsmöglichkeit des Gegenstandes. Unerheblich hingegen sei, wozu ein potentieller Käufer den Gegenstand im Einzelfall benutzen wolle.

Daher liege auch dann eine Rechtsverletzung vor, wenn auf die fehlende Tauglichkeit der angebotenen Ware hingewiesen werde.

Rechts-News durch­suchen

04. Juni 2026
Der unter anderem für das Wettbewerbsrecht zuständige I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat entschieden, dass die sich aus dem…
ganzen Text lesen
03. Juni 2026
Wer online Textilien verkauft, muss das Material direkt vor dem Kauf klar angeben.
ganzen Text lesen
27. Mai 2026
Wer eine Erbpachtwohnung online verkauft, muss Restlaufzeit und Erbbauzins klar im Inserat angeben.
ganzen Text lesen
26. Mai 2026
"Made in Germany" darf nicht auf der Umverpackung eines Desinfektionsmittels stehen, die Angabe der Unternehmenswebseite ist jedoch erlaubt.
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen