Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Onlinerecht

OLG Celle: Werbeaussage "Käse-Alternative" für vegane Produkte nicht wettbewerbswidrig

Die Werbeaussage "Käse-Alternative" für vegane Produkte führt den Verbraucher nicht in die Irre, sodass kein Wettbewerbsverstoß vorliegt (OLG Celle, Beschl. v. 06.08.2019 - Az.: 13 U 35/19).

Das verklagte Unternehmen bot vegane Produkte an und bewarb diese wie folgt:

"vegane Käse-Alternative" 

und

"gereifte Käse-Alternative".

Das OLG Celle stufte dies als nicht irreführend ein.

Durch den Zusatz "Alternative"  werde dem Verbraucher hinreichend deutlich vermittelt, dass es sich nicht um Käse, sondern um etwas Anderes als Käse handle.

Die Bezeichnung sei insbesondere kein Zusatz dar, der lediglich auf den pflanzlichen Ursprung des in Rede stehenden Produkts hinweise, wie es beispielsweise die unzulässigen Bezeichnungen "Tofubutter", "Pflanzenkäse", "Veggie-Cheese" oder "Cashewkäse" der Fall seien. Solche Wortkombinationen seien rechtswidrig, da sie dem Verbraucher suggerierten, es handele sich um ein Produkt, das jedenfalls auch aus tierischen Milcherzeugnissen bestehe.

Bei dem Wort "Alternative"  sei dies anders. Denn der Durchschnittsverbraucher verstehe hierunter weder eine klarstellende noch eine beschreibende Bezeichnung des Begriffs "Käse", sondern vielmehr eine Klarstellung dahingehend, dass es sich bei dem Produkt gerade um keinen Käse, sondern um etwas Anderes handle.

Rechts-News durch­suchen

29. September 2026
Wer ein Auto online kauft, kann den Vertrag nicht wegen eines falsch beschrifteten Online-Bestellbuttons rückabwickeln.
ganzen Text lesen
28. September 2026
Wer in vergleichender Werbung ein Testergebnis mit einem klar lesbaren Sternchenhinweis belegt, muss keine Irreführung befürchten, selbst wenn das…
ganzen Text lesen
25. September 2026
Wer die Ergebnisse von Stiftung Warentest mit Affiliate-Links verknüpft, nutzt die bekannte Marke zu Werbezwecken aus und muss mit Unterlassungs- und…
ganzen Text lesen
22. September 2026
Wer Fake-Profile mit fremden Marken und Gesichtern duldet (sog. Scam-Ads), haftet, wenn er trotz Kenntnis nicht schnell genug reagiert.
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen