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Studie: Unrechts-Bewusstsein bei Raubkopierern

Ab sofort bietet das Institut für Strategieentwicklung der Universität Witten eine von der Software-Firma Microsoft in Auftrag gegebene Studie "Digitale Mentalität" zum Download (PDF, 171 KB).

Inhaltlich geht es um die Einstellung von Raubkopierern zu ihren Straftaten und dem damit verbundenen Unrechts-Bewusstsein. Auf über 36 Seiten stellen die Autoren die Ergebnisse ihrer Untersuchung dar.

Das Ergebnis ist wenig überraschend. Der Mehrheit der Befragten war bekannt, dass Raubkopieren von Software eine Straftat darstellt. Jedoch differenzierten die Teilnehmer. Fast 80% lehnten eine Bestraftung von Raubkopien für private Zwecke ab. Ganz anders dies Meinung bei Kopien zu kommerziellen Zwecken. Hier sprachen sich fast 95% der Befragten für eine Bestrafung aus.

Diese unterschiedliche Bewertung setzt sich auch bei den Fragen zur Vergleichbarkeit von Straftaten fort. Knapp 70% finden privates Raubkopieren weniger schlimm als einen Ladendiebstahl.

60% aller Befragten hatten keine Angst wegen ihrer illegalen Aktivtitäten belangt zu werden, da sie lediglich privater Natur seien.

Die Studie bietet auf knappem Raum interessante Einsichten. Mögen die Ergebnisse auch für die meisten Leser wenig überraschend sein, so handelt es sich dennoch um eine lesenswerte Abhandlung, da hier kompakt die einzelnen kriminologischen Bereiche dargestellt werden.

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