LG Hamburg: FC Bayern-Spieler muss Online-Pressebericht über sein Privatleben nicht dulden

16.11.2009

Auch ein prominenter Fußballspieler des FC Bayern München braucht es nicht zu dulden, dass in der Presse über sein privates Liebesleben berichtet wird, so das LG Hamburg (Urt. v. 07.10.2009 - Az.: 325 O 191/09).

In einem Online-Artikel wurde über den Kläger, einen bekannten Fussballer des FC Bayern Münchens, berichtet. Es wurde spekuliert, ob er eine Affäre mit der ehemaligen Verlobten eines deutschen Tennisspielers habe.

Die Hamburger Richter stuften diese Berichterstattung als rechtswidrig ein.

Dabei könne es dahingestellt bleiben, ob die Spekulationen zuträfen oder nicht. Denn in jedem Fall berühre der Artikel den geschützten Intimbereich des Klägers. Es bestehe kein öffentliches Informationsinteresse, denn es handle sich bei ihm nicht um eine herausgehobene Personen des Zeitgeschehen. Daher müsse der Kläger nicht hinnehmen, dass seine privaten Aktivitäten Gegenstand der Berichterstattung sei.