Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Wettbewerbsrecht

OLG Hamm: Neu gegründete Firma darf sich nicht als Altfirma ausgeben

Das OLG Hamm <link http: www.online-und-recht.de urteile briefkopf-einer-neuen-kanzlei-darf-sich-nicht-an-aufgeloester-frueherer-sozietaet-orientieren-4-u-109-09-oberlandesgericht-hamm-20090811.html _blank external-link-new-window>(Urt. v. 11.08.2009 - Az.: 4 U 109/09) hat entschieden, dass ein neu gegründetes Unternehmen nicht den Anschein erwecken darf, es wäre die Rechtsnachfolgerin einer alteingesessenen Firma.

Im konkreten Fall stritten Rechtsanwälte miteinander.

Die Beklagte, eine Anwaltskanzlei, hatte Anfang 2009 eine neue Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gegründet, nachdem aus der alten GbR mehrere Kollegen altersbedingt verstorben waren. Sie verwendete dabei auf ihren Briefbögen und ihrem Internetseite identische Layouts wie das alte Unternehmen. Online wies sie zudem 

Die Klägerin sah hierin eine Irreführung, denn es werde der Eindruck erweckt, die GbR verfüge eine langjährige Tradition, die andere Kanzleien nicht vorweisen könnten.

Die Hammer Richter sind dieser Argumentation gefolgt und haben das Handeln der Kanzlei als rechtswidrig eingestuft.

Durch die konkrete Ausgestaltung täusche die Beklagte über geschäftliche Verhältnisse. Die nahezu identische Außendarstellung sei als Werbung mit der Fortführung einer Sozietät zu verstehen, obwohl in Wahrheit eine Neugründung vorliege, so die Juristen.

Der Verkehr - jedenfalls derjenige, der die frühere Sozietät kenne - gehe aufgrund der ähnlichen Gestaltung von Briefkopf und Internetpräsenz davon aus, dass es sich immer noch um die gleiche Sozietät handele.

Rechts-News durch­suchen

01. Oktober 2026
Wer Daten aus einem KI-Chatbot für personalisierte Werbung nutzt und dabei Alkohol- und Glücksspielkategorien für Minderjährige vorauswählt, muss mit…
ganzen Text lesen
30. September 2026
Auch im Livestream gilt der Persönlichkeitsschutz. Wer private Gespräche heimlich aufzeichnet und die Aufnahmen anschließend veröffentlicht, verletzt…
ganzen Text lesen
29. September 2026
Wer wie Booking.com als Buchungsplattform private Vermieter vermittelt, muss Gästen nach der Buchung sofort deren Namen und Adresse mitteilen.
ganzen Text lesen
29. September 2026
Wer ein Auto online kauft, kann den Vertrag nicht wegen eines falsch beschrifteten Online-Bestellbuttons rückabwickeln.
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen