Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Onlinerecht

BGH: Online-Rollenspiel "Runes of Magic": Unzulässige Werbung gegenüber Kindern

Der BGH (Urt. v. 17.7.2013 - Az.: I ZR 34/12) hat entschieden, dass der Anbieter Gameforge im Rahmen seines Online-Fantasy-Rollenspiels nicht mit dem "Schnapp Dir die günstige Gelegenheit und verpasse Deiner Rüstung & Waffen das gewisse Etwas" werben darf. Unter dem Slogan befand sich der Text "Deinen Charakter aufzuwerten", der mit einem Link versehen war, der den Nutzer zum konkreten kostenpflichtigen Angebot führte.

Die Vorinstanzen - das LG Berlin und das KG Berlin - hatten die Werbung noch für zulässig erachtet.

Der BGH entschied nun anders und sah eine unzulässige Werbung gegenüber Kindern und Jugendlichen (<link http: www.gesetze-im-internet.de uwg_2004 anhang_26.html _blank external-link-new-window>Nr.28 des Anhangs zu § 3 Abs.3 UWG und <link http: www.gesetze-im-internet.de uwg_2004 __4.html _blank external-link-new-window>§ 4 Nr.1 UWG).

Das eigentliche Spiel "Runes of Magic" ist zwar kostenlos nutzbar, für die zahlreichen Erweiterungen fallen jedoch nicht unerhebliche Entgelte an. Da hier gezielt Kinder und Jugendliche zum Kauf angesprochen würden, sei diese Art der Werbung unzulässig.

Rechts-News durch­suchen

07. Oktober 2026
Ein Energieunternehmen scheitert mit dem Versuch, einen klagebefugten Verband aus der Liste qualifizierter Wirtschaftsverbände streichen zu lassen.
ganzen Text lesen
05. Oktober 2026
Unklar formulierte AGB-Klauseln zur Preiserhöhung benachteiligen Verbraucher unangemessen und sind deshalb unwirksam.
ganzen Text lesen
29. September 2026
Wer ein Auto online kauft, kann den Vertrag nicht wegen eines falsch beschrifteten Online-Bestellbuttons rückabwickeln.
ganzen Text lesen
28. September 2026
Wer in vergleichender Werbung ein Testergebnis mit einem klar lesbaren Sternchenhinweis belegt, muss keine Irreführung befürchten, selbst wenn das…
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen