Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Presserecht

OLG Frankfurt a.M.: Passagen über die Mutter Romy Schneiders dürfen weitestgehend ungeschwärzt veröffentlicht werden

Das OLG Frankfurt a.M. <link http: www.online-und-recht.de urteile zur-schwaerzung-von-passagen-in-romy-schneider-roman-16-u-39-09-oberlandesgericht-frankfurt_am_main-20091015.html _blank external-link-new-window>(Urt. v. 15.10.2009 - Az.: 16 U 39/09) hat in der Berufung die erstinstanzliche Entscheidung des LG Frankfurt a.M. aufgehoben und entschieden, dass die Passagen im Romy-Schneider-Roman "Ende einer Nacht" weitgehend ungeschwärzt veröffentlicht werden dürfen.

Die 1. Instanz, das LG Frankfurt a.M. <link http: www.online-und-recht.de urteile unterlassungsanspruch-wegen-persoenlichkeitsverletzung-im-romy-schneider-roman-landgericht-frankfurt-20090129.html _blank>(Urt. v. 29.01.2009 - Az.: 2-3 O 478/08), hatte dies noch gänzlich anders gesehen und einen umfassenden Unterlassungsanspruch bejaht.

Die OLG-Richter werten den Roman primär als Kunstwerk. Zwar habe er den Anspruch einer biografischen Darstellung der letzten Stunden im Leben Romy Schneiders und spiele auf reale Personen, u.a. die Mutter Magda Schneider, an. Dennoch sei die konkrete Erzählung darüber, wie Romy Schneider in diesen Stunden über ihr Leben sinniert, als Roman mit Fiktionsgehalt zu qualifizieren.

Der Leser nehme an, dass die Personen biografisch korrekt präsentiert seien. Jedoch gelte dies nicht für das Bild, das Romy Schneider im Roman in Bezug auf ihre Mutter im Sinn habe. Sämtliche Gedanken und Äußerungen der Tochter über die Mutter in den letzten Stunden ihres Lebens seien als fiktiv erkennbar und damit von der Kunstfreiheit soweit gedeckt, wie es tatsächliche Anhaltspunkte im Leben der Magda Schneider gebe.

Rechts-News durch­suchen

17. April 2026
Das Gericht weist die Klage gegen die Rabatte in der Penny-App ab, weil keine Benachteiligung älterer oder behinderter Menschen vorliegt.
ganzen Text lesen
17. April 2026
Die Klausel des Streamin-Anbieters, wonach eine Kündigung erst nach Verbrauch des Gutscheinguthabens wirkt, benachteiligt Kunden und ist unwirksam.
ganzen Text lesen
14. April 2026
Wer drohendes gerichtliches Verbot ignoriert und seine Post schlecht organisiert, handelt schuldhaft und riskiert ein Ordnungsgeld.
ganzen Text lesen
14. April 2026
Die Werbung für Fruchtsaft mit "Immunkraft" ist unzulässig, da eine stärkende Wirkung fürs Immunsystem verspricht.
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen