Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Onlinerecht

OLG Braunschweig: Keine rechtsmissbräuchliche Abmahnung bei zu weit gefasster Unterlassungserklärung

Eine vorformulierte, zu weit reichende Unterlassungserklärung im Rahmen einer Abmahnung führt nicht automatisch zur Rechtsmissbräuchlichkeit des geltend gemachten Anspruchs <link http: www.online-und-recht.de urteile keine-rechtsmissbraeuchliche-abmahnung-bei-weit-vorformulierter-abmahnung-2-u-36-10-oberlandesgericht-braunschweig-20100901.html _blank external-link-new-window>(OLG Braunschweig, Beschl. v. 01.09.2010 - Az.: 2 U 36/10).

Der Kläger machte außergerichtlich wegen eines Wettbewerbsverstoßes einen Unterlassungsanspruch geltend. Der Abmahnung legte er auch eine vorformulierte Unterlassungserklärung bei, die vom Wortlaut her jedoch weitreichender war als das im Schreiben geltend gemachte Begehren.

Der Beklagte meinte, dies sei ein klares Indiz für ein rechtsmissbräuchliches Verhalten.

Die Richter des OLG Braunschweig teilten diese Ansicht nicht, sondern hielten den Anspruch für begründet.

Der Umstand alleine, dass die beigefügte Unterlassungserklärung zu weitreichend formuliert sei, begründe noch keinen Rechtsmissbrauch. Zwar sei dies ein erstes Indiz, aber noch keine ausreichende Grundlage, um ein missbräuchliches Verhalten sicher anzunehmen.

Rechts-News durch­suchen

29. Oktober 2026
Wer kostenlose ärztliche Beratung im Zusammenhang mit Adipositasbehandlungen bewirbt, verstößt gegen das Heilmittelwerbegesetz.
ganzen Text lesen
29. Oktober 2026
Wer ein Produkt mit hinreichender wettbewerblicher Eigenart – wie beispielsweise Liegestühle – fast identisch nachahmt, muss mit…
ganzen Text lesen
28. Oktober 2026
Wer als Arzt auf YouTube wirbt, muss veraltete TV-Beiträge klar datieren, Vorher-Nachher-Bilder unterlassen und Werbung transparent darstellen.
ganzen Text lesen
27. Oktober 2026
Wer mit 5,0 Sternen wirbt, obwohl der tatsächliche Bewertungsschnitt niedriger ausfällt, täuscht Verbraucher.
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen