Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Onlinerecht

OVG Lüneburg: Überwachung mittels Videokamera im Büro-Eingangsbereich gerechtfertigt

Die Überwachung eines Büro-Eingangsbereich OVG mittels einer Videokamera kann gerechtfertigt sein <link http: www.datenschutz.eu urteile _blank external-link-new-window>(OVG Lüneburg, Urt. v. 29.09.2014 - Az.: 11 LC 114/13).

Überwacht wurden der Eingangsbereichs und die Treppenaufgänge zu den Geschäftsräumen eines Bürogebäudes durch festinstallierte Mini-dome-Kameras ohne Zoom-Funktion. Zusätzlich erfolgte die kurzfristige Speicherung der Aufnahmen im black-box-Verfahren. Die Geräte schalteten sich nur bei Bewegungen automatisch ein. Die Aufnahmen wurden auf einer Festplatte gespeichert und automatisch überschrieben, d. h. gelöscht, wenn kein Bedarf mehr für Sichtung bestand, spätestens jedoch nach 10 Tagen.

Die Videoaufnahmen konnten bei Bedarf auf PC-Monitore übertragen werden. Einen passwortgesicherten Zugang hatten lediglich das Unternehmen, das die Videoanlage installiert hatte, und ein von dem Unternehmen bestellter betrieblicher Datenschutzbeauftragter.

Hinweisschilder an den beiden Eingangstüren des Gebäudes wiesen in Textform und mittels eines Symbols auf die Videoüberwachung hin und benannten die verantwortliche Stelle.

Das Gericht ließ ausreichen, dass es in der Vergangenheit in dem Gebäude zu mehreren Diebstählen gekommen war. Es handle sich dabei um eine ausreichende Gefährdungslage, die die Installation der Kameras erlaube und rechtfertige.

Rechts-News durch­suchen

16. April 2026
Ein Dritter kann eine DSGVO-Auskunft nur bei klarer Abtretung verlangen, wobei die Möglichkeit der Abtretung ungeklärt bleibt. Der Anspruch geht nicht…
ganzen Text lesen
02. April 2026
Geschäftsführer dürfen private Adresse und Unterschrift aus dem Handelsregister löschen lassen, wenn sie nicht gesetzlich vorgeschrieben sind.
ganzen Text lesen
26. März 2026
Der Betroffene erhält von seiner Krankenkasse keine Auskunft über einen Hinweisgeber, da Sozialdatenschutz und Anonymität überwiegen.
ganzen Text lesen
20. März 2026
Ein Auskunftsantrag nach der DSGVO gilt als missbräuchlich, wenn er nur gestellt wird, um später Schadensersatz zu fordern.
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen