Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Onlinerecht

KG Berlin: Wann deutsches Wettbewerbsrecht bei Online-Werbeaussagen anwendbar ist

Deutsches Wettbewerbsrecht ist bei Online-Werbeaussagen immer dann anwendbar, wenn die Domain sich bestimmungsgemäß (auch) an deutsche Verbraucher richtet <link http: www.online-und-recht.de urteile anwendbarkeit-des-deutschen-wettbewerbsrechts-auf-online-werbeaussage-kammergericht-berlin-20151127 _blank external-link-new-window>(KG Berlin, Urt. v. 27.11.2015 - Az.: 5 U 20/14).

Inhaltlich ging um bestimmte Werbeaussagen für eine Cellulitebehandlung, die das verklagte Unternehmen auf seiner Homepage gemacht hatte. Das Unternehmen saß in der Schweiz. Daher war zu klären, ob auf den Fall überhaupt deutsches Wettbewerbsrecht anzuwenden war.

Das KG Berlin hat in seinem Urteil noch einmal verdeutlicht, dass die deutsche Rechtsordnung immer dann zur Geltung komme, wenn sich die Inhalte (auch) an das deutsche Publikum richten würden.

Dies sei im vorliegenden Fall zu bejahen, denn das Unternehmen verwende die Top-Level-Domain ".de" für ihren Auftritt. Damit sei ersichtlich, dass auch Kunden in Deutschland gewonnen werden sollen, so dass sich die Werbeaussagen an deutsche Verbraucher richten würden.

Rechts-News durch­suchen

21. Juli 2026
Wer Kleidung im Online-Shop verkauft, muss die Materialzusammensetzung direkt auf der Bestellseite angeben. Ein bloßer Link genügt hierfür nicht.
ganzen Text lesen
17. Juli 2026
Wer Schuhe unter einem bestimmten Markennamen bewirbt, aber ein anders gebrandetes Produkt liefert, handelt irreführend und muss dies unterlassen.
ganzen Text lesen
15. Juli 2026
Eine AGB-Klausel, die es dem Mobilfunkanbieter Telefónica Verträge mit einer Mindestlaufzeit jederzeit vorzeitig einseitig zu kündigen, benachteiligt…
ganzen Text lesen
14. Juli 2026
Wer die Pflichtvorgaben der General Product Safety Regulation (GPRS) nicht einhält, handelt wettbewerbswidrig.
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen