OLG Düsseldorf: Schleichwerbung durch Gestaltung einer Werbeanzeige als redaktioneller Beitrag

16.05.2011

Eine Werbeanzeige, die so ausgestaltet ist, dass sie in dem Fließtext eines Zeitungsbeitrags eingebettet und mit Fotos aufgelockert ist sowie an keiner Stelle den Namen des Produktes nennt, stellt einen Wettbewerbsverstoß dar. Denn eine derartige optische Gestaltung erweckt den Anschein eines redaktionellen Beitrags und ist daher unzulässig (OLG Düsseldorf, Urt. v.. 07.09.2010 - Az.: I-20 U 124/09).

Im vorliegenden Fall ging es um Werbeanzeigen in einer Zeitung. Die Annoncen waren optisch so gestaltet, dass sie in dem redaktionellen Teil im Fließtext eingebettet gewesen waren. Zudem war die Anzeige mit Fotos aufgelockert. 

Die Düsseldorfer Richter stuften dies als wettbewerbswidrige Schleichwerbung ein.

Die Trennung zwischen redaktionellem Inhalt und Werbung sei für den Leser nicht ersichtlich.

Der Werbecharakter sei insbesondere deswegen nicht erkennbar, weil der Inhalt der Anzeige im Fließtext eingebettet sei und sich an keiner Stelle optisch abhebe.