Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Onlinerecht

LG Köln: Unzulässiges Greenwashing bei Online-Werbung von Galeria Kaufhof

Es handelt sich um unzulässiges Greenwashing, wenn im Rahmen einer Online-Werbung mit der Aussage "Besonders umweltfreundlich und/oder sozialverträglich hergestellt" geworben wird, diese Angabe aber nicht näher erläutert wird (LG Köln, Urt. v. 05.03.2018 - Az.: 31 O 379/17).

Galeria Kaufhof warb für Textilien online mit der Aussage "Besonders umweltfreundlich und/oder sozialverträglich hergestellt". Konkrete Erläuterungen zu diesem Satz fand der Verbraucher nicht. Nur allgemeine Erläuterungen wie

"Mit dem grünen Blatt werden Produkte gekennzeichnet, die besonders umweltfreundlich oder sozialverträglich hergestellt sind – oft auch beides. Sie müssen sich nicht mit all den unterschiedlichen Symbolen auskennen. Vertrauen Sie uns!"

Hiergegen klagte der Verbraucherzentrale Bundesverband, da er die Werbung für irreführend hielt. Es fehlten klare Angaben, worauf sich die Umweltfreundlichkeit bzw. Sozialverträglichkeit ergab.

Vor dem LG Köln erkannte Galeria Kaufhof den Anspruch an, so dass ein Anerkenntnisurteil erging.

Rechts-News durch­suchen

18. Juni 2026
Wer Photovoltaikanlagen plant, installiert und wartet, braucht meist einen Handwerksrolleneintrag, andernfalls liegt ein Wettbewerbsverstoß vor.
ganzen Text lesen
17. Juni 2026
Bei Adventskalendern mit Erotik-Produkten reichen Materialangaben zur äußeren Schicht aus, wenn innere Bestandteile keinen Körperkontakt haben.
ganzen Text lesen
17. Juni 2026
Beschriftung "Wette abgeben" reicht nicht: Sportwetten-Anbieter muss Verluste zurückzahlen, weil der Online-Bestellbutton nicht klar zahlungspflichtig…
ganzen Text lesen
12. Juni 2026
Unberechtigte Patentmeldungen an Online-Plattformen, die zur Sperrung führen, lösen wie eine Schutzrechtsverwarnung Schadensersatz aus.
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen