Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Onlinerecht

OLG Frankfurt a.M.: Eilbedürftigkeit bei Online-Markenverletzungen

Das OLG Frankfurt a.M. (Beschl. v. 02.01.2013 - Az.: 6 W 130/12) hat noch einmal bekräftigt, dass die Regelung des <link http: www.gesetze-im-internet.de uwg_2004 __12.html _blank external-link-new-window>§ 12 Abs.2 UWG nicht auf den Bereich der Markenverletzungen übertragbar ist.

In Wettbewerbsverletzungen wird bei Rechtsverstößen die Eilbedürftigkeit vermutet (<link http: www.gesetze-im-internet.de uwg_2004 __12.html _blank external-link-new-window>§ 12 Abs.2 UWG), so dass der Geschädigte unproblematisch eine einstweilige Verfügung erwirken kann, wenn die weiteren Voraussetzungen vorliegen.

Die Regelung ist jedoch nach Ansicht der Frankfurter Richter nicht auf den Bereich der Markenverletzungen übertragbar. Hier würden vielmehr die allgemeinen Grundsätze gelten, wonach der Betroffene die Eilbedürftigkeit nachweisen müsse.

Eine Eilbedürftigkeit scheide insbesondere in den Fällen aus, wenn - wie hier - der Gegner über einen längeren Zeitraum (hier: 10 Jahre) unter dem angegriffenen Zeichen auftrete und auch insbesondere im Internet präsent sei. 

Rechts-News durch­suchen

17. September 2026
Wer Ergänzungsfutter für Hunde unter Angabe von unbelegten krankheitsbezogenen Aussagen bewirbt, verstößt gegen das Werbeverbot.
ganzen Text lesen
15. September 2026
Wer als Plattformbetreiber (hier: Wish) Drittangebote so in sein System einbindet, dass die Nutzer ihn als Verkäufer wahrnehmen, haftet…
ganzen Text lesen
04. September 2026
Wer als Autohändler mit einem Hauspreis wirbt, muss alle obligatorisch anfallenden Kosten einrechnen.
ganzen Text lesen
03. September 2026
Wer Fahrschulkurse online mit auffällig hervorgehobenen Preisen (rot und fett) bewirbt, muss damit rechnen, dass Verbraucher darin einen verbindlichen…
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen