Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Onlinerecht

OLG Frankfurt a.M.: Mouseover-Effekt entkräftet nicht Wettbewerbsverstoß

Ein Mouseover-Effekt auf einer Webseite, der einen aufklärenden Hinweis enthält, lässt nicht eine wettbewerbswidrige Irreführung entfallen <link http: www.online-und-recht.de urteile mouseover-effekt-entkraeftet-nicht-wettbewerbsverstoss-6-w-111-10-oberlandesgericht-frankfurt_am-20110223.html _blank external-link-new-window>(OLG Frankfurt a.M., Beschl. v. 23.02.2011 - Az.: 6 W 111/10).

Den Beklagten war gerichtlich verboten worden, die Werbeaussage

"Wir schlagen jeden Preis"

für die Produkte auf ihrer Homepage zu verwenden.

Nun warb sie erneut mit dieser Aussage, fügte jedoch mittels Mouseover einen erklärenden Hinweis hinzu:

"Sollten Sie bei irgendeinem deutschen Juwelier einen identischen Artikel zum gleichen Zeitpunkt noch günstiger finden, so erhalten Sie von uns diesen Preis zuzüglich 1% Rabatt."

Die Frankfurter Richter ließen dies nicht ausreichen, sondern bejahten einen Verstoß gegen das gerichtliche Verbot.

Das eingesetzte Instrument - der Mouseover-Effekt - genüge nicht, da er vom durchschnittlichen Surfer kaum wahrgenommen werde. Es sei daher davon auszugehen, dass die Mehrheit der User den Text gar nicht sehen würde. Insofern könne der Text auch nicht die Irreführung entkräften.

Rechts-News durch­suchen

08. Mai 2026
Ein Online-Interessenverband erhält nach Gesetzesänderung keine Klagebefugnis, weil Zweifel an seiner unabhängigen und nicht gewinnorientierten…
ganzen Text lesen
04. Mai 2026
Webinar mit RA Dr. Bahr "Update 2026: Werbeeinwilligungen nach DSGVO und UWG" am 16.06.2026
ganzen Text lesen
30. April 2026
Erneut urteilt das OLG Hamm: Wer ein online gekauftes Auto fast ein Jahr nutzt, kann trotz fehlerhaftem Bestellbutton nicht widerrufen, wenn er die…
ganzen Text lesen
29. April 2026
Die Bezeichnung "Apothea Pure" für Nahrungsergänzungsmittel täuscht wegen Apothekenbezugs und Kreuzsymbol über eine Apothekenherkunft.
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen