Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Onlinerecht

LG Köln: Unberechtigte Abmahnung löst keinen Schadensersatzanspruch aus

Nach Meinung des LG Köln <link http: www.justiz.nrw.de nrwe lgs koeln lg_koeln j2012 _blank external-link-new-window>(Urt. v. 10.10.2012 - Az.: 28 O 551/11) löst eine unbegründete Abmahnung keinen Schadensersatzanspruch aus.

Der Kläger forderte u.a. Ersatz für die ihm außergerichtlich entstandenen Anwaltskosten. Er war vom Beklagten zweimal außergerichtlich abgemahnt worden. Die Abmahnungen war unbegründet.

Gleichwohl lehnten die Kölner Richter einen Anspruch auf Erstattung ab.

Die Kosten einer Rechtsverteidigung gegen eine unberechtigte Abmahnung seien grundsätzlich nicht erstattungsfähig. Eine ungerechtfertigte Inanspruchnahme gehöre vielmehr zum allgemeinen Lebensrisiko. Die hierduch anfallenden Kosten seien ausnahmsweise dann nur dann erstattungsfähig, wenn zwischen den Parteien eine rechtliche Sonderverbindung bestehe, innerhalb derer der Abmahner Pflichten verletzt hätte.

Dies sei im vorliegenden Fall nicht gegeben.

Eine vertragliche Verbindung zwischen den Parteien bestünde nicht. Auch ein Anspruch wegen unberechtigter Geschäftsführung ohne Auftrag sei nicht gegeben.

Auch Ansprüche aus unerlaubter Handlung bestünde nicht nicht. Die entsprechende Norm schütze nur absolute Rechte und nicht das Vermögen, das hier alleine betroffen sei.

Rechts-News durch­suchen

24. Juli 2026
Supermärkte sind nicht dazu verpflichtet, für Tütensuppen und Puddingpulver einen Grundpreis auszuweisen, da diese Produkte nicht nach Gewicht oder…
ganzen Text lesen
22. Juli 2026
Amazon durfte Werbung bei Prime Video einführen. Verbraucher haben keinen Anspruch auf Schadensersatz.
ganzen Text lesen
21. Juli 2026
Wer Kleidung im Online-Shop verkauft, muss die Materialzusammensetzung direkt auf der Bestellseite angeben. Ein bloßer Link genügt hierfür nicht.
ganzen Text lesen
17. Juli 2026
Wer Schuhe unter einem bestimmten Markennamen bewirbt, aber ein anders gebrandetes Produkt liefert, handelt irreführend und muss dies unterlassen.
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen