Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Wettbewerbsrecht

LG Berlin: 100.000 EUR Ordnungsgeld wegen unerlaubter Telefonwerbung für Axel Springer

Wegen Verstoßes gegen ein Gerichtsurteil, das der Axel Springer AG unerlaubte Telefonwerbung verbot, hat das LG Berlin gegen das bekannte Medienunternehmen ein Ordnungsgeld iHv. 100.000,- EUR verhängt (LG Berlin, Beschl. v. 15.08.2013 - Az.: 16 O 558/11).

In der Vergangenheit war der Axel Springer AG untersagt worden, gezielt telefonisch Kunden, die ihr Zeitschriftenabonnement gekündigt hatten, zur Rücknahme der Kündigung zu bewegen <link http: www.dr-bahr.com news axel-springer-ag-unterliegt-verbraucherzentrale.html _blank external-link-new-window>(LG Berlin, Urt. v. 17.02.2013 - Az.: 16 O 558/11).

Wie die klägerische Verbraucherzentrale Hamburg in <link http: www.vzhh.de recht springer-muss-100000-euro-zahlen.aspx _blank external-link-new-window>einer Pressemitteilung erklärt, habe der Verlag daraufhin mehrfach ehemalige Kunden, die ihre Abonnements gekündigt hatten, angeschrieben und um Rückruf gebeten, um noch offene Fragen zu Beendigung des Vertrages zu klären. Im Verlauf des Telefonats sei es jedoch (auch) um die Verlängerung des eigentlich gekündigten Vertragsverhältnisses gegangen.

Das LG Berlin verhängte daraufhin gegen das Hamburger Unternehmen ein Ordnngsgeld iHv. 100.000,- EUR, weil es in dem aktuellen Verhalten einen Verstoß gegen das Urteil sah.

Rechts-News durch­suchen

17. Juli 2026
Wer Schuhe unter einem bestimmten Markennamen bewirbt, aber ein anders gebrandetes Produkt liefert, handelt irreführend und muss dies unterlassen.
ganzen Text lesen
15. Juli 2026
Eine AGB-Klausel, die es dem Mobilfunkanbieter Telefónica Verträge mit einer Mindestlaufzeit jederzeit vorzeitig einseitig zu kündigen, benachteiligt…
ganzen Text lesen
14. Juli 2026
Wer die Pflichtvorgaben der General Product Safety Regulation (GPRS) nicht einhält, handelt wettbewerbswidrig.
ganzen Text lesen
09. Juli 2026
Hinweise wie „Stark nachgefragt" und „Überleg nicht zu lange" sind auf Online-Reiseportalen erlaubt, denn sie drängen Nutzer nicht in unzulässiger…
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen