Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Onlinerecht

OLG Hamm: Abmahnung nicht rechtsmissbräuchlich bei "Retourkutsche" oder "Denkzettel"

Das OLG Hamm <link http: www.online-und-recht.de urteile retourkutsche-oder-denkzettel-kein-abmahnungsmissbrauch-4-u-28-09-oberlandesgericht-hamm-20090707.html _blank external-link-new-window>(Urt. v. 07.07.2009 - Az.: 4 U 28/09) hat entschieden, dass es nicht rechtsmissbräuchlich ist, wenn eine Abmahnung als "Retourkutsche" oder "Denkzettel" ausgesprochen wird.

Die Beklagte rügte im Rahmen einer wettbewerbsrechtlichen Auseinandersetzung, dass die aktuelle Abmahnung nur eine "billige Retourkutsche" sei. Die Parteien stritten sich in der Vergangenheit mehrfach.

Dieses Bewertung teilten die Hammer Richter nicht. Solange sachfremde Ziele nicht das alleinige Motiv eines Abmahnenden seien, könne nicht von einem rechtsmissbräuchlichen Verhalten ausgegangen werden. Eine Abmahnung, die u.a. auch als "Retourkutsche" oder "Denkzettel" ausgesprochen werde, sei daher grundsätzlich nicht zu beanstanden.

Alleine die Tatsache, dass die Parteien bereits in der Vergangenheit rechtliche Auseinandersetzungen gehabt hatten, lasse nicht die zwingende Schlußfolgerung zu, dass Hauptmotiv der aktuellen Abmahnung die bewusste Behinderung des Mitbewerbers sei.

 

Rechts-News durch­suchen

27. Mai 2026
Wer eine Erbpachtwohnung online verkauft, muss Restlaufzeit und Erbbauzins klar im Inserat angeben.
ganzen Text lesen
26. Mai 2026
"Made in Germany" darf nicht auf der Umverpackung eines Desinfektionsmittels stehen, die Angabe der Unternehmenswebseite ist jedoch erlaubt.
ganzen Text lesen
26. Mai 2026
In einem Online-Shop ist eine Countdown-Uhr beim Online-Rabatt ohne spätere Preisänderung nicht zwingend irreführend.
ganzen Text lesen
21. Mai 2026
Wer in einer Google-Anzeige Preise nennt, muss einen Mindestbestellwert direkt angeben, sonst handelt er wettbewerbswidrig.
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen