Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Onlinerecht

AG Meldorf: IP-Speicherung über Verbindungsdauer hinaus ist rechtswidrig

Eine über die Verbindungsdauer hinausgehende Speicherung von IP-Adressen ist rechtswidrig <link http: www.online-und-recht.de urteile dsl-internetanschluss-grundsaetzlich-als-mietvertrag-einzustufen-81-c-1403-10-amtsgericht-meldorf-20110329.html _blank external-link-new-window>(AG Meldorf, Urt. v. 29.03.2011 - Az.: 81 C 1403/10).

Der Kläger hatte einen DSL-Anschluss bei dem Beklagten angemietet. Zwischen den Parteien kam es zum Streit, ob das Vertragsverhältnis weiter Bestand hatte oder nicht.

Als Beweismittel legte das verklagte Unternehmen u.a. IP-Adressen vor, die es auch nach der Ende des Telekommunikations-Vorgang gespeichert behielt.

Das AG Meldorf stufte diese Nachweise als rechtswidrig und somit untauglich ein. Die hier betriebene Speicherung auch über die Verbindungsdauer hinaus verstoße gegen geltendes Recht.

Explizit lehnte das Gericht die Ansicht des BGH <link http: www.online-und-recht.de urteile zur-voraussetzung-der-speicherungspflicht-dynamischer-ip-adressen-durch-provider-iii-zr-146-10-bundesgerichtshof--20110113.html _blank external-link-new-window>(Urt. v. 13.01.2011 - Az.: III ZR 146/10) ab, wonach ein Provider die IP-Adressen seiner Kunden für bis zu 7 Tagen speichern darf, wenn dies zur Abwehr von Gefahren und zur Beseitigung von Störungen erforderlich ist. Ein solchen Handeln verletze die Grundrechte des Betroffenen.

Rechts-News durch­suchen

16. April 2026
Ein Dritter kann eine DSGVO-Auskunft nur bei klarer Abtretung verlangen, wobei die Möglichkeit der Abtretung ungeklärt bleibt. Der Anspruch geht nicht…
ganzen Text lesen
02. April 2026
Geschäftsführer dürfen private Adresse und Unterschrift aus dem Handelsregister löschen lassen, wenn sie nicht gesetzlich vorgeschrieben sind.
ganzen Text lesen
26. März 2026
Der Betroffene erhält von seiner Krankenkasse keine Auskunft über einen Hinweisgeber, da Sozialdatenschutz und Anonymität überwiegen.
ganzen Text lesen
20. März 2026
Ein Auskunftsantrag nach der DSGVO gilt als missbräuchlich, wenn er nur gestellt wird, um später Schadensersatz zu fordern.
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen