Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Onlinerecht

BGH: Online-Video-Portale dürfen Vergütung nicht formularmäßig vertraglich vereinbaren

Ein Online-Video-Portal, das Partnervermittlungs-Videos herstellt, darf nicht zu Beginn seiner Tätigkeit die Vergütung für sämtliche Leistungen im voraus verlangen, so der BGH <link http: www.online-und-recht.de urteile vorauszahlungs-formularvertraege-durch-partnerschaftsagentur-fuer-video-portal-unwirksam-iii-zr-93-09-bundesgerichtshof--20091008.html _blank external-link-new-window>(Urt. v. 08.10.2009 - Az.: III ZR 93/09).

Der Kläger war Kunde bei einer Partnerschaftsvermittlung-Agentur, der Beklagten. Dort wurde ein Video mit ihm gedreht, das den anderen Kunden der Agentur online zum Abruf bereitgestellt wurde. In den AGB der Beklagten war festgelegt, dass sämtliche Leistungen im voraus zu bezahlen wären.

Diese Klausel hielt der BGH für nicht wirksam. Die dauerhafte Pflege und Erstellung des Video-Portals sei eine Leistung mit Dienstcharakter, ebenso wie die sonstigen Handlungen der Agentur.

Somit würden dienstvertragliche Bestimmungen gelten. Danach sei es für den Kunden möglich, den Vertrag jederzeit zu kündigen <link http: www.gesetze-im-internet.de bgb __627.html _blank external-link-new-window>(§ 627 BGB).

Mit der Pflicht, sämtliche Leistungen im voraus zu bezahlen, würde diese Kündigungsmöglichkeit unterlaufen, denn der Kunde erhalte sein gezahltes Entgelt auch im Falle der Vertragsbeendigung nicht wieder. Eine solche Regelung sei unwirksam, denn sie benachteilige den Verbraucher unangemessen.

Rechts-News durch­suchen

28. August 2026
Wenn ein Online-Shop ein Kundenkonto nur bei zwingender Einwilligung zum Newsletter anbietet, verstößt er gegen das datenschutzrechtliche…
ganzen Text lesen
28. August 2026
Wer mit einem durchgestrichenen UVP wirbt, ohne den günstigsten Preis der letzten 30 Tage zu nennen, täuscht Verbraucher über eine tatsächliche…
ganzen Text lesen
26. August 2026
Eine Krankenkasse darf Mitglieder, die kündigen möchten, nicht mit unzulässigen Geldversprechen vom Wechsel abhalten.
ganzen Text lesen
25. August 2026
Wer in den Schaufenstern seines Kiosks für Tabak- und E-Zigaretten wirbt, muss mit einem Werbeverbot rechnen. Denn ein Kiosk gilt im Zweifel nicht als…
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen