Electronic Arts gibt Unterlassungserklärung wegen rechtswidrigem Battlefield 3-Spiel ab

23.05.2012

Wie der Verbraucherzentrale Bundesverband in einer aktuellen Presseerklärung mitteilt, hat der Spiele-Hersteller Electronic Arts (EA) wegen des rechtswidrigen Spiels "Battlefield 3" eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgegeben.

Die Verbraucherschützer hatten EA Anfang Dezember 2011 abgemahnt, wir berichteten. Beanstandet wurden damals

- die fehlende Transparenz, dass für die Nutzung des Spiels eine dauerhafte Internetverbindung notwendig ist
- mangelnde Aufklärung über Funktion und Reichweite des Zusatztools Origin
- Nichteinbeziehung der AGB in den Vertrag
- einzelne Vertragsklauseln

"Battlefield 3" hatte zuvor für einen Sturm der Entrüstung in der Gaming-Szene gesorgt, da das Spiel ohne die Installation der EA-Software Origin nicht spielbar war. Origin selbst enthielt zahlreiche rechtswidrige Klauseln, wir berichteten.

In der nun unterzeichneten Unterlassungserklärung wird EA zukünftig sicherstellen, dass die Kunden bereits vor dem Kauf eines Spiels alle relevanten Informationen erhalten (wie z.B. eine erforderliche Internetverbindung oder die Installation von Origin). Außerdem hat sich das Unternehmen verpflichtet, den Verbrauchern die Möglichkeit zu verschaffen, in zumutbarer Weise bei Vertragsschluss Kenntnis von den AGB zu erlangen.

Die abgegebene Unterlassungserklärung hat unterschiedliche Umsetzungsfristen. Zumindest für neu veröffentlichte Software gilt die Vereinbarung bereits ab dem 1. Juni 2012. Spätestens ab 1. Januar 2013 werden alle Computer- und Videospiele mit den entsprechenden erforderlichen Informationen versehen sein, die auch die geänderten Geschäftsbedingungen enthalten. Für die im Internet veröffentlichten Geschäftsbedingungen gilt die Unterlassungserklärung sofort, wobei EA die Bedingungen bereits vor einiger Zeit geändert hat.