Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Onlinerecht

LG Berlin: Kommentierende Äußerungen in Internet-Berichterstattung zulässig

In einem weiteren Verfahren hat das LG Berlin <link http: www.online-und-recht.de urteile kommentierende-online-berichterstattung-zulaessig-27-o-705-09-landgericht-berlin-20091020.html _blank external-link-new-window>(Urt. v. 20.10.2009 - Az.: 27 O 705/09) entschieden, dass eine dokumentierende Online-Berichterstattung über zuvor geführte Gerichtsverfahren erlaubt ist.

Der Kläger war Rechtsanwalt und wandte sich wegen diverser Veröffentlichungen auf der Internetseite des Beklagten an das Gericht. Denn der Beklagte hatte auf seiner Homepage mehrere gerichtliche Beschlüsse veröffentlicht, aus denen hervorging, dass er mit dem Kläger bereits in der Vergangenheit zahlreiche Gerichtsverfahren geführt hatte. Der Beklagte schwärzte den Namen des Klägers, über einige Links war aber dennoch nachvollziehbar, um wen es sich bei dem Kläger handelte.

Der Kläger verlangte die Unterlassung der Beiträge.

Zu Unrecht wie die Berliner Richter entschieden.

Der Kläger müsse hinnehmen, dass eine öffentliche Berichterstattung erfolge. Zwar dürfe jeder zunächst grundsätzlich selbst entscheiden, welcher Öffentlichkeit er mit seinem Namen vorgestellt werde. Dennoch müsse eine Abwägung mit dem öffentlichen Informationsinteresse erfolgen.

Rechts-News durch­suchen

02. Juni 2026
Das Land Hessen scheitert mit einer Klage auf 5,7 Mio. EUR Schadensersatz gegen den Geschäftspartner eines korrupten Staatsanwalts.
ganzen Text lesen
01. Juni 2026
Die AGG-Klage einer nicht-binären Person ist rechtsmissbräuchlich, wenn die ursprüngliche Bewerbung nur auf eine Entschädigung zielte.
ganzen Text lesen
27. Mai 2026
Die Bank haftet für unbefugte Geldabhebungen, wenn eine Debitkarte auf dem Versandweg abhandenkommt.
ganzen Text lesen
22. Mai 2026
Eine blinde Patientin erhält keine Entschädigung, weil das AGG keine zusätzlichen Betreuungsleistungen von privaten Rehakliniken verlangt.
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen