Kanzlei Dr. Bahr
Navigation
Kategorie: Onlinerecht

LG Düsseldorf: Internet-Reise-Portal muss vor Buchung Gesamtpreis anzeigen

Ein Internet-Flug-Portal muss dem Kunden vor der endgültigen Buchung den Gesamtpreis des Fluges inklusive der anfallenden Buchungsgebühr anzeigen <link http: www.online-und-recht.de urteile online-flug-portal-muss-gesamtpreis-einschliesslich-buchungsgebuehr-ausweisen-12-o-173-09-landgericht-duesseldorf-20100302.html _blank external-link-new-window>(LG Düsseldorf, Urt. v. 02.03.2010 - Az.: 12 O 173/09).

Der Beklagte betrieb ein Online-Reise-Portal und gab in der Flugübersicht nicht den vollständigen Endpreis inklusive der Buchungsgebühren an, sondern wies vielmehr in einem Sternchenhinweis darauf hin, dass noch weitere Entgelte anfielen.

Die klagende Verbraucherzentrale hielt dies für wettbewerbswidrig.

Zu Recht wie die Düsseldorfer Richter nun entschieden.

Der Anbieter sei verpflichtet, vollständig die anfallenden Kosten anzugeben, die bei einer Flugbuchung anfielen. Es reiche nicht aus, einzelne Angaben in den Sternchenhinweisen zu platzieren.

Vielmehr müsse die Preisangabe so erfolgen, dass der Verbraucher ohne weiteres den Preis mit anderen Angeboten vergleichen könne. Gerade die Höhe des Entgeltes spielten bei Flugpreisen die ausschlaggebende Rolle für eine Kaufentscheidung.

In diese Lage werde der Verbraucher nur versetzt, wenn sämtliche Preisangaben vollständig seien.

Der BGH <link record:tt_news:5269>(Urt. v. 29.04.2010 - Az.: I ZR 23/08) hat vor kurzem entschieden, dass unter gewissen Umständen flexible Preisangaben in Reisekatalogen zulässig sind.


Rechts-News durch­suchen

29. Juni 2026
Wer in Anzeigen seine Identität und Anschrift verschweigt, riskiert ein Ordnungsgeld. Auch wenn nur der Geschäftsführer als Kontakt genannt wird.
ganzen Text lesen
29. Juni 2026
Makler müssen in Immobilienanzeigen Rechtsform und Anschrift nennen, Name und Website allein reichen nicht aus.
ganzen Text lesen
25. Juni 2026
Gewerbeverbot wegen aggressiver Gewinnspielwerbung? Das reicht nicht, wenn Verbrauchern kein direkter finanzieller Schaden entsteht.
ganzen Text lesen
24. Juni 2026
"Unlimited on Demand" täuscht Verbraucher, wenn zunächst nur begrenztes Datenvolumen verfügbar ist.
ganzen Text lesen

Rechts-News durchsuchen